24 March 2026, 16:21

AfD einigt sich mit umstrittenem Mitglied Dorow auf Rückzug aus allen Ämtern

Gelblicher Zeitungsartikel mit schwarzer Tinte, Überschrift "Semanario Repúblicano Democrático Federal", mit dem Wort "Diskussion", leicht zerknittert.

AfD einigt sich mit umstrittenem Mitglied Dorow auf Rückzug aus allen Ämtern

Die rechtspopulistische Partei Alternative für Deutschland (AfD) hat sich mit Kevin Dorow, einem umstrittenen Parteimitglied, das mit Äußerungen in Verbindung mit dem Nationalsozialismus in Kritik geraten war, auf einen Kompromiss geeinigt. Statt eines zunächst angedrohten Parteiausschlusses wird Dorow nun alle Ämter niederlegen, ohne dass weitere disziplinarische Maßnahmen gegen ihn ergriffen werden.

Die Entscheidung folgt wochenlangen internen Debatten, in denen einige AfD-Vertreter die Vereinbarung kritisierten, während andere sie als notwendigen Schritt zur Wahrung der Einheit lobten.

Der Streit hatte begonnen, als der AfD-Bundesvorstand Dorow vorwarf, vier Aussagen getätigt zu haben, die eine Nähe zum Nationalsozialismus erkennen ließen. Daraufhin leitete die Partei ein Ausschlussverfahren ein, das nun gegen seinen Rückzug von allen Posten eingestellt wird.

Dorow war bisher Vorstandsmitglied von Generation Deutschland, der Jugendorganisation der AfD, sowie in Funktionen im Landesverband Schleswig-Holstein und im Kreistag Rendsburg-Eckernförde aktiv. Gemäß der Vereinbarung wird er diese Ämter aufgeben und erhält ein zweijähriges Verbot, Parteifunktionen auszuüben – durchgesetzt über das Landesschiedsgericht.

Die Reaktionen in der Partei fallen unterschiedlich aus. Jean-Pascal Hohm, Vorsitzender von Generation Deutschland, bezeichnete die disziplinarischen Maßnahmen zwar als "sachlich überzogen", begrüßte den Kompromiss aber als Schritt zur Einheit. Der Bundesvorstandsmitglied Kay Gottschalk, der zunächst für einen Ausschluss plädiert hatte, bedauerte später seine Haltung in den sozialen Medien und kündigte an, die Angelegenheit erneut zu prüfen. Dorow selbst akzeptierte die Entscheidung und erklärte, sie ermögliche ihm, sich ohne weitere Konflikte der Parteiarbeit zu widmen.

Die AfD betont wiederholt, jede Verbindung zur nationalsozialistischen Ideologie abzulehnen. Der Kompromiss, obwohl umstritten, zeigt den Versuch von Partei und Jugendorganisation, interne Spannungen beizulegen und nach vorne zu blicken.

Dorow wird künftig keine offiziellen Funktionen mehr innerhalb der AfD oder Generation Deutschland innehaben. Das zweijährige Amtsverbot muss noch vom Landesschiedsgericht bestätigt werden.

Die Einigung beendet zwar das unmittelbare Ausschlussverfahren, wirft aber weiterhin Fragen zur Konfliktkultur und den ideologischen Grenzen der Partei auf.

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