AfD-Frühstück in Heidenheim: Veganes Hackfleisch als Hakenkreuz-Protest eskaliert
Hans Jürgen ZobelAfD-Frühstück in Heidenheim: Veganes Hackfleisch als Hakenkreuz-Protest eskaliert
Frühstücksveranstaltung der AfD in Heidenheim durch Hakenkreuz-Protest mit veganem Hackfleisch gestört
Eine Frühstücksveranstaltung der rechtsextremen AfD in Heidenheim wurde am Sonntag von linksgerichteten Aktivisten gestört, die mit veganem Hackfleisch ein Hakenkreuz legten. Die Aktion, für die sich eine Gruppe aus dem Umfeld des Zentrums für Politische Schönheit verantwortlich erklärte, löste Empörung aus und führte zu polizeilichen Ermittlungen.
Die Aktivisten drangen in das Hotel ein, in dem die AfD-Veranstaltung stattfand, und formten aus 1,2 Kilogramm veganem Hackfleisch ein Hakenkreuz. Um das Symbol herum schrieben sie die Worte „Hütet euch vor der NSAFD“ – ein Wortspiel mit dem Parteinamen. Das in Deutschland normalerweise verbotene Hakenkreuz war laut Gruppe Teil einer politischen Protestaktion.
Die Polizei bestätigte den Vorfall und prüft, ob dabei gegen Gesetze verstoßen wurde. Der AfD-Landesvorsitzende Emil Sänze verurteilte die Aktion als inakzeptabel und riet den Aktivisten sarkastisch, „sich lieber einen Job zu suchen“. Später gab es Berichte, wonach AfD-Politiker die Aktivisten nach der Störung angeblich bedroht haben sollen.
Das Zentrum für Politische Schönheit, bekannt für provokante Aktionen, hat sich bisher nicht weiter geäußert. Die Gruppe hatte in der Vergangenheit bereits mit spektakulären Protesten auf sich aufmerksam gemacht, bei denen sie oft Schockstrategien mit politischer Botschaft verbindet.
Die Behörden untersuchen nun, ob rechtliche Grenzen überschritten wurden. Die AfD fordert Konsequenzen, während die Motive der Aktivisten klar in ihrer Ablehnung der Partei begründet liegen. Der Vorfall spiegelt die anhaltenden Spannungen zwischen rechtsextremer Politik und linkem Protest in Deutschland wider.






