AfD lehnt Ilse Aigner als Bundespräsidentin ab – "fehlende Anerkennung" als Grund
Hans Jürgen ZobelAfD lehnt Ilse Aigner als Bundespräsidentin ab – "fehlende Anerkennung" als Grund
Die Alternative für Deutschland (AfD) hat Ilse Aigner als mögliche Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten abgelehnt. Parteiführende begründen dies damit, dass ihr die breite Anerkennung für diese Rolle fehle. Ihre Kritik richtet sich vor allem gegen Aigners politischen Werdegang und ihr jüngstes Wirken in Bayern.
Aigner, derzeit Präsidentin des Bayerischen Landtags, war als Kandidatin für das Bundespräsidialamt ins Gespräch gebracht worden. Die AfD wies ihre Eignung für das Amt jedoch umgehend zurück.
Co-Parteivorsitzende Alice Weidel betonte, der Bundespräsident solle eine Persönlichkeit sein, die über alle Parteigrenzen hinweg Respekt genieße – und nicht eine Berufspolitikerin. Sie warf Aigner vor, während ihrer Amtszeit die Interessen der CSU über die der Oppositionsgruppen gestellt zu haben. Laut Weidel disqualifiziere sie dieser Hintergrund für das überparteiliche Amt.
Die Haltung der AfD spiegelt grundsätzliche Bedenken gegenüber Aigners Nähe zur Parteipolitik wider. Ihre Ablehnung unterstreicht die Kontroversen darüber, wer das zwar weitgehend repräsentative, aber einflussreiche Amt besetzen sollte.
Mit der Absage an Aigner bezieht die AfD klar Position zur künftigen Besetzung des Bundespräsidialamts. Die Partei besteht darauf, dass die Rolle mit einer Persönlichkeit besetzt wird, die als neutral und allgemein anerkannt gilt. Aigners Kandidatur sieht sich nun zumindest von einer großen Partei mit verstärktem Widerstand konfrontiert.






