07 May 2026, 04:19

AfD-Politiker Gottschalk fordert radikale Wende bei Rente, Steuern und EU-Politik

Plakat wirbt für Bergbahn, Deutschland als Elektrostadt mit Bildern von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und beschreibendem Text.

AfD-Politiker Gottschalk fordert radikale Wende bei Rente, Steuern und EU-Politik

Christian Gottschalk, ein führender Vertreter der Alternative für Deutschland (AfD), hat weitreichende Änderungen der Parteipolitik in den Bereichen Rente, Steuern und Energie vorgeschlagen. Seine Vorschläge umfassen unter anderem die Umwidmung von Kindergeldzahlungen in einen staatlich verwalteten Rentenfonds sowie eine Neuausrichtung der AfD-Positionen zur EU-Mitgliedschaft und zu Agrarsubventionen.

Gottschalk berichtete zudem über seine persönlichen Erfahrungen mit grüner Technologie und argumentierte, dass Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge praktikable Lösungen für Haushalte darstellen.

Im Mittelpunkt von Gottschalks Rentenreform steht die Idee, einen Teil des deutschen Kindergelds in einen staatlichen Investmentfonds fließen zu lassen. Dieser Fonds soll an den Kapitalmärkten angelegt werden, um langfristig die Alterseinkommen zu sichern. Zudem schlägt er vor, die Rentenfinanzierung durch Mauteinnahmen aus dem Straßenverkehr zu stärken und damit schrittweise vom umlagefinanzierten System Abschied zu nehmen.

Bei den Steuern räumte Gottschalk zwar Fortschritte unter der früheren Großen Koalition ein, etwa bei der Senkung der Unternehmenssteuern und Energieabgaben sowie der Erhöhung der Pendlerpauschale. Doch diese Maßnahmen gingen ihm nicht weit genug. Sein eigener Haushalt – ausgestattet mit einer Wärmepumpe (seit einem Jahr in Betrieb), einer Photovoltaikanlage (seit vier Jahren) und einem deutschen Elektroauto – spiegle seinen Glauben an marktgetriebene, grüne Lösungen wider. Er wies Vorbehalte gegen Wärmepumpen zurück, die angeblich Fußbodenheizungen benötigten, und bezeichnete sie als die kostengünstigste Heizmethode für Wohngebäude.

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Über Renten- und Energiefragen hinaus hinterfragte Gottschalk die langjährige Forderung der AfD nach einem „Dexit“, dem Austritt Deutschlands aus der EU. Er gab zu, dass die Mehrheit der Parteimitglieder diesen Kurs nicht mehr unterstütze. Stattdessen kritisierte er die EU-Agrarsubventionen und erklärte, Landwirte „bräuchten keine Subventionen“, sondern sollten sich dem Wettbewerb auf dem Markt stellen. Zudem betonte er, dass nicht alle Berufstätigen – insbesondere Handwerker – ihre Karriere über das 65. Lebensjahr hinaus verlängern könnten, und forderte flexiblere Renteneintrittsregelungen.

Gottschalks Vorschläge markieren eine Wende in der wirtschafts- und sozialpolitischen Ausrichtung der AfD. Sein Fokus auf kapitalgedeckte Renten, Steuerreformen und grüne Technologien verbindet persönliche Erfahrungen mit einem generellen Plädoyer für marktwirtschaftliche Lösungen. Nun steht die Partei vor der Entscheidung, ob sie diese Ideen in ihr offizielles Programm übernehmen wird.

Quelle