Alabali-Radovan verteidigt syrische Gemeinschaft gegen Abschiebedebatten und betont ihren Beitrag
Albertine StollAlabali-Radovan verteidigt syrische Gemeinschaft gegen Abschiebedebatten und betont ihren Beitrag
Bundesentwicklungsministerin Sira Reem Alabali-Radovan hat sich gegen die anhaltenden Debatten über Abschiebungen von Syrern ausgesprochen. Sie warnte, dass solche Diskussionen unnötige Verunsicherung bei den Betroffenen auslösten. Viele dieser Menschen seien tief in der deutschen Gesellschaft verwurzelt und spielten eine wichtige Rolle für beide Länder, betonte sie.
Bei einer Veranstaltung zum Jubiläum der Plattform „Neuer Aufbruch für Syrien“ hoben Teilnehmer die langjährigen Bemühungen um den Wiederaufbau Syriens hervor. Alabali-Radovan unterstrich, dass Syrier in Deutschland ihr Heimatland seit Jahren aktiv unterstützten – oft mit greifbaren Erfolgen.
Die Ministerin kritisierte die Forderung, Syrier müssten „endlich“ zum Wiederaufbau ihres Landes beitragen. Sie verwies darauf, dass viele dies bereits täten – sowohl finanziell als auch mit ihrem Fachwissen. Ihr Engagement sei konkret und wirksam, so Alabali-Radovan.
Zudem kündigte sie Pläne an, die Kompetenzen der syrischen Diaspora-Gemeinden stärker in die deutschen Entwicklungsprogramme einzubinden. Diese Menschen seien nicht nur für Syrien, sondern auch für Deutschland selbst wertvoll, betonte sie.
Die Bundesregierung will die Zusammenarbeit mit syrischen Expertinnen und Experten in Deutschland ausbauen. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen gelten als entscheidend – sowohl für den Wiederaufbau als auch für die Integration vor Ort. Die Äußerungen der Ministerin deuten auf eine stärkere strukturierte Einbindung der Diaspora-Gemeinden hin.






