Algen als Rettung für die nachhaltige Textilproduktion der Zukunft
Hans Jürgen ZobelAlgen als Rettung für die nachhaltige Textilproduktion der Zukunft
Die Textilindustrie steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Die Nachfrage nach Naturfasern steigt, während die Kritik an synthetischen Materialien immer lauter wird. Ein neues Projekt will diese Herausforderungen angehen, indem es eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Fasern entwickelt.
Das Algacore-Projekt, geleitet von Leon Blanckart, setzt auf spezielle Grünalgen als Rohstoff für Textilien. Dieser Ansatz könnte die Grundlage für eine umweltfreundlichere Textilproduktion schaffen und die Abhängigkeit von Baumwolle und synthetischen Fasern verringern.
Der Anbau von Baumwolle erfordert große Mengen an Wasser, Ackerland und Pestiziden. Synthetische Fasern hingegen stammen aus nicht erneuerbaren Ressourcen und setzen oft Mikroplastik frei. Das Algacore-Team will diese Probleme mit Fasern auf Basis von Süßwasseralgen lösen.
Das Projekt hat im Rahmen des EXIST-Forschungstransfer-Programms etwa 968.000 Euro an Fördergeldern erhalten. Diese Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unterstützt vielversprechende, technologiebasierte Ausgründungen aus Hochschulen. In den nächsten 18 Monaten wird das Team seine Forschung ausbauen und die Gründung eines Start-ups vorbereiten. Unterstützt wird das Vorhaben von Professorin Ellen Bendt, Professor Dr. Groten sowie dem HNX Startup Team der Universität.
Algacore bietet eine mögliche Lösung für die Umweltprobleme der herkömmlichen Textilherstellung. Mit beträchtlicher Förderung und fachkundiger Unterstützung plant das Team die Entwicklung einer neuen Faserquelle, die die Branche nachhaltiger machen könnte. In den kommenden Monaten wird die Arbeit weitergehen, um die Grundlagen für das zukünftige Start-up zu schaffen.






