Angela Merkels neues Leben: Vom Kanzleramt zur Gartenschaufel und Naturidyll
Jan StahrAngela Merkels neues Leben: Vom Kanzleramt zur Gartenschaufel und Naturidyll
Seit ihrem Ausscheiden aus dem Amt führt Angela Merkel ein ruhigeres Leben, geprägt von neuen Routinen und alten Gewohnheiten. Die ehemalige Bundeskanzlerin verbringt ihre Tage heute mit Gärtnern, Naturgenuss und der Reflexion über ihre Amtszeit. Doch selbst im Ruhestand bleibt ihr Lebensstil methodisch und pragmatisch – ganz wie eh und je.
Merkels Übergang aus der Politik begann mit einer bewussten Verlangsamung des Tempos. Schon immer setzte sie auf regelmäßige Urlaube und einsame Auszeiten in der Natur, um Stress abzubauen. Selbst während ihrer Kanzlerschaft gehörten spätabendliche Portionen Bratkartoffeln zu den kleinen, tröstlichen Ritualen, die ihr Halt gaben.
Ihre gärtnerischen Experimente bereiten ihr sowohl Freude als auch Frust. Kartoffeln, eine ihrer bevorzugten Kulturen wegen ihrer Robustheit, gedeihen ungleichmäßig – prächtig in gutem Boden, kämpfen sie jedoch in magerer Erde ums Überleben. Ihr Rat an andere: Wer zuverlässige Erträge will, sollte auf pflegeleichte Pflanzen setzen.
Das Bild Merkels in ihren markanten Kostümen ist legendär, doch der Stil war nie ihre persönliche Wahl. Eine Stylistin hatte ihr diesen Look empfohlen, der schließlich zu ihrem leadership-typischen Markenzeichen wurde. Einige der Anzüge hat sie inzwischen aussortiert, andere hängen noch als stille Erinnerungen an ihre 16 Jahre im Kanzleramt im Schrank.
Der Ruhestand schenkt Merkel die Freiheit, einfache Freuden zu entdecken und sich den Unwägbarkeiten des Alltags zu stellen. Ob beim Gärtnern, bei ihren Entspannungsritualen oder den Relikten ihrer politischen Garderobe – ihr Leben folgt nun ihrem eigenen Rhythmus. Der Wechsel von der globalen Führungsebene zu privaten Routinen markiert ein neues, klar durchdachtes, wenn auch grundverschiedenes Kapitel.






