Augsburger Stichwahl wird im Bierzelt ausgezählt – eine ungewöhnliche Lösung
Hans Jürgen ZobelKein Platz im Ausstellungssaal - Wahlhelfer ziehen ins Bierzelt - Augsburger Stichwahl wird im Bierzelt ausgezählt – eine ungewöhnliche Lösung
Augsburgs Oberbürgermeister-Stichwahl nahm eine ungewöhnliche Wendung, als Wahlhelfer die Briefwahlstimmen in einem Bierzelte auszählten. Die Stadt musste improvisieren, nachdem der ursprüngliche Veranstaltungsort kurzfristig nicht mehr zur Verfügung stand. Bei der Abstimmung traten die amtierende Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) gegen den SPD-Herausforderer Florian Freund an.
Die erste Wahlrunde hatte am 8. März 2026 stattgefunden, bei der 105.974 gültige Stimmen auf sieben Kandidaten entfielen. Doch als es zur Stichwahl kam, war die üblicherweise genutzte Messehalle bereits belegt.
Die Stadt wich daraufhin auf das Plärrer-Gelände aus, wo für das Ostervolksfest bereits ein großes Bierzelt aufgebaut war. Die Behörden reservierten den Raum kurzerhand für die Stimmenauszählung. Das Zelt wurde zum provisorischen Zentrum für die Bearbeitung der Briefwahlunterlagen.
Wahlhelfer arbeiteten zwischen den typischen Festtagsvorbereitungen in dem Zelt. Die Entscheidung fiel, nachdem die Suche nach alternativen Hallen in Augsburg ergebnislos geblieben war.
Das Bierzelt erwies sich als praktische Lösung für die Auszählung der Stichwahl. Alle Briefwahlstimmen wurden unter seinem Dach bearbeitet, bevor das Endergebnis feststand. Die Stadt bestätigte, dass es durch die ungewöhnliche Lösung zu keinen Verzögerungen oder Problemen gekommen sei.






