Augsburgs neues Römermuseum: 30 Millionen Euro bringen antike Schätze zurück
Jan StahrGrüne Ampel: Bayern stellt 30 Millionen Euro für Römisches Museum bereit - Augsburgs neues Römermuseum: 30 Millionen Euro bringen antike Schätze zurück
Augsburg bekommt nach Jahrzehnte langer Planung ein neues Römermuseum
Die Stadt, eine der ältesten Deutschlands und einst eine zentrale römische Siedlung nördlich der Alpen, verlor ihr letztes Römermuseum 2012 wegen statischer Mängel. Nun bringt eine Finanzierungszusage über 30 Millionen Euro aus München das Projekt einen entscheidenden Schritt voran.
Das Museum soll auf einem landeseigenen Gelände in der Karmelitengasse entstehen, wo früher ein Gefängnisstandort war. Die bayerische Landesregierung hat sich bereit erklärt, die Hälfte der geschätzten 60 Millionen Euro zu übernehmen – doch der Stadtrat muss dem Vorhaben noch endgültig zustimmen.
Eng verknüpft sein wird das neue Museum mit der Landesausstellung "Römisches Bayern", die von der Archäologischen Staatssammlung München kuratiert wird. Zu den Highlights zählt ein seltenes Mosaik aus dem 2. oder 3. Jahrhundert, das 1986/87 im Stephansgarten entdeckt wurde. Daneben kamen Wandmalereien, Stuckarbeiten, Marmorverkleidungen und eine Fußbodenheizung ans Licht – alles restauriert für die Ausstellung. Zwei weitere Mosaike aus derselben Grabung sowie eine Glas-Schale aus dem 4. Jahrhundert mit einer Darstellung von Adam und Eva werden ebenfalls zu sehen sein.
Bei reibungslosem Ablauf könnte das Museum 2033 seine Türen öffnen.
Mit der finanziellen Unterstützung rückt Augsburg seinem Ziel näher, das römische Erbe wieder erlebbar zu machen. Das Museum wird restaurierte Funde wie Mosaike und eine historische Glasschale zeigen und Besuchern so einen Einblick in die antike Vergangenheit der Stadt bieten. Die endgültige Zustimmung des Stadtrats bleibt die nächste wichtige Hürde.






