06 June 2026, 14:18

Bäder blockiert BAföG-Erhöhung – und löst damit politischen Streit aus

Dorothee Mantels Studien

Bäder blockiert BAföG-Erhöhung – und löst damit politischen Streit aus

Bundesforschungsministerin Dorothee Bäder löst mit Ablehnung der BAföG-Erhöhung Debatte aus

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Die deutsche Forschungsministerin Dorothee Bäder hat mit ihrer Ablehnung einer geplanten Anhebung der BAföG-Leistungen für Diskussionen gesorgt. In einem Interview Ende Mai argumentierte sie, Studierende seien „sehr privilegiert“ und sollten während des Studiums arbeiten. Die Entscheidung fällt nach Jahren politischen Engagements: Bäder stieg in der CSU auf, nachdem sie der Partei bereits mit 15 Jahren beigetreten war.

Geboren 1978, wurde Bäder als Teenagerin CSU-Mitglied. Mit 23 zog sie in den Parteivorstand ein. Sie studierte Politikwissenschaft in München, doch ihre Diplomarbeit bleibt rätselhaft – weder das Otto-Suhr-Institut noch die Hanns-Seidel-Stiftung können ein Exemplar nachweisen. Ihr Ministerium verweigert die Herausgabe von Titel oder Thema.

Vor ihrer politischen Karriere arbeitete Bäder als wissenschaftliche Hilfskraft für einen Geschäftspartner ihres Vaters, den sie 2006 heiratete. Ihre einzige bekannte Veröffentlichung ist ein 2001 in den Politischen Studien erschienener Artikel über „mitfühlenden Konservatismus“.

Ursprünglich hatte die Koalition beschlossen, den BAföG-Wohnkostenzuschuss von 380 auf 440 Euro anzuheben. Doch Bäder behauptet nun, die Regierungsfraktionen stünden nicht mehr hinter der Erhöhung. Stattdessen schlägt sie vor, Studierende sollten durch Nebenjobs ihre Kosten decken.

Bäders Haltung stellt eine Kehrtwende gegenüber früheren Koalitionsplänen dar. Die fehlende Diplomarbeit und ihre langjährige CSU-Verbindung werfen Fragen über ihren politischen Werdegang auf. Ohne weitere Erklärungen zur BAföG-Kehrtwende bleiben Studierende und Abgeordnete nun in Unsicherheit über die finanzielle Unterstützung.

Quelle