07 May 2026, 14:24

Bayerns Wasserstoff-Offensive scheitert: Millionen verpuffen, Ziele in weite Ferne gerückt

Plakat mit fetter schwarzer Schrift "Trickle-Down Economics Works Not" auf wei├čem Hintergrund, umrandet von einem schmalen schwarzen Rand, begleitet von einem Zitat des Pr├Ąsidenten Biden.

Bayerns Wasserstoff-Offensive scheitert: Millionen verpuffen, Ziele in weite Ferne gerückt

Bayerns ehrgeiziges Wasserstoff-Programm steckt in der Krise: Millionen ungenutzt, Ziele klar verfehlt

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Das ambitionierte Wasserstoff-Energieprogramm Bayerns hat schwere Rückschläge erlitten – ein großer Teil der bereitgestellten Mittel blieb ungenutzt. Bis Ende 2025 waren zwar mehr als die Hälfte der knapp 142 Millionen Euro abgefordert worden, doch zentrale Projekte stießen auf wenig Interesse. Angesichts der schwachen Nachfrage und hohen Kosten stellen Kritiker inzwischen infrage, ob die Investitionen gerechtfertigt waren.

Allein für den Ausbau von Wasserstoff-Tankstellen hatte die Landesregierung zwischen 2018 und 2025 rund 61 Millionen Euro vorgesehen. Doch nur 16,3 Millionen wurden tatsächlich ausgegeben, weitere 9 Millionen flossen zurück, nachdem geplante Vorhaben nicht realisiert wurden. Offiziell endete das Programm mit gerade einmal 20 gebauten Stationen – statt der angestrebten 100.

Ein weiteres großes Defizit zeigte sich beim Bau von Elektrolyseuren: Obwohl für 2024 und 2025 fast 120 Millionen Euro bereitstanden, waren bis 2025 erst 4,1 Millionen ausgezahlt worden. Energieexperten argumentieren, dass die hohen Produktionskosten von Wasserstoff ihn als Lösung für Heizung oder Verkehr unwahrscheinlich machen.

Die Grünen-Politiker Martin Stümpfig und Markus Büchler warfen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger vor, die Gelder falsch bewirtschaftet zu haben. Steuergelder seien für wirkungslose Initiativen verschwendet worden. Unterdessen treibt die Bundesregierung den Aufbau eines Wasserstoff-Kernnetzes voran – mit Fokus vor allem auf industrielle Nutzer.

Deutschland bleibt damit weiterhin stark von Wasserstoff-Importen abhängig, ähnlich wie derzeit bei Erdgas. Dies erschwert die Pläne für die Energiewende zusätzlich.

Die Probleme des Programms unterstreichen die Herausforderungen beim Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur. Da Fördergelder kaum genutzt wurden und zentrale Ziele verfehlt wurden, liegt Bayerns Wasserstoff-Offensive deutlich hinter den Erwartungen zurück. Nun rückt der Fokus auf industrielle Anwendungen, wo die Nachfrage stabiler erscheint.

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