Bechtle baut Führung um – IT-Riese kämpft mit schwacher Performance und Chip-Krise
Albertine StollBechtle baut Führung um – IT-Riese kämpft mit schwacher Performance und Chip-Krise
Bechtle formt Führungsebene um – IT-Konzern kämpft mit anhaltenden Herausforderungen im Kerngeschäft
Der Aufsichtsrat des IT-Unternehmens Bechtle reagiert auf die anhaltenden Schwierigkeiten im Kerngeschäft mit einer Straffung der Führungsetage. Wie bekannt gegeben wurde, soll der Vorstand ab Ende 2026 kleiner werden. Gleichzeitig erreichte die Aktie des Unternehmens vor dem Hintergrund der Marktunsicherheit ein 52-Wochen-Tief.
Ab Januar 2027 wird der Vorstand von vier auf drei Mitglieder verkleinert. Antje Leminsky scheidet zum Jahresende 2026 aus, während Konstantin Ebert zur gleichen Zeit die Position des Vorstandsvorsitzenden von Thomas Olemotz übernimmt. Das neue Führungstrio will interne Prozesse beschleunigen, um das langfristige Umsatzziel von 10 Milliarden Euro bis 2030 zu erreichen.
Für das laufende Jahr 2026 rechnet Bechtle mit einem Rückgang der Vorsteuermarge auf höchstens fünf Prozent. Trotz des Gewinnrückgangs im vergangenen Jahr schlägt das Unternehmen vor, die Dividende stabil bei 0,70 Euro je Aktie zu halten. Bis Mitte 2026 will die Geschäftsführung die Aktionäre zudem über die Versorgung mit Speicherchips und deren Auswirkungen auf die Rentabilität informieren.
Anhaltende Engpässe bei Speicherchips und steigende Kosten belasten weiterhin das operative Geschäft. Diese Faktoren haben maßgeblich zum Kursverfall der Bechtle-Aktie beigetragen, die kürzlich ein Jahresief erreichte.
Mit den Umstrukturierungen in der Führungsebene will das Unternehmen Entscheidungsprozesse verschlanken, um in einem schwierigen Marktumfeld handlungsfähiger zu bleiben. Bis Mitte 2026 sollen Aktionäre weitere Details zu Lieferkettenproblemen und der finanziellen Performance erhalten. Trotz sinkender Gewinne bleibt die Dividendenpolitik des Unternehmens unverändert.






