Bergische Region plant gemeinsam die Zukunft des selbstständigen Wohnens im Alter
Albertine StollBergische Region plant gemeinsam die Zukunft des selbstständigen Wohnens im Alter
Vertreter aus Kommunen der gesamten Bergischen Region trafen sich kürzlich, um über Seniorenpolitik und selbstständiges Wohnen im Alter zu beraten. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen gemeinsame Herausforderungen sowie erfolgreiche Projekte zur Unterstützung älterer Bürgerinnen und Bürger. Zudem kündigten die Teilnehmer Pläne für den nächsten Bergischen Seniorentag im Jahr 2028 an.
Delegierte aus Radevormwald, Mettmann, Haan, Remscheid und Solingen präsentierten aktuelle Entwicklungen aus ihrer Arbeit. Alle Kommunen berichteten von ähnlichen Schwierigkeiten bei der Förderung von Barrierefreiheit und sozialer Teilhabe für Senioren. Die Bergische Runde, ein regionales Koordinierungsgremium, betonte ihre Rolle als Plattform für Austausch und gemeinsame Lösungsansätze.
Ein zentrales Thema war die Verbesserung der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, etwa durch digitale und klassische Zahlungsmöglichkeiten. Zudem wurde die Bedeutung von Seniorenbeiräten als Bindeglied zwischen Kommunalpolitik und älteren Menschen hervorgehoben.
Mehrere Projekte wurden als gelungene Praxisbeispiele vorgestellt: In Vreden initiierte der Seniorenbeirat den Generationentreff Vreden, ein Gemeinschaftsangebot speziell für ältere LSBTIQ-Personen. Der Stadtrat von Gunzenhausen zeichnet seit 2010 seniorenfreundliche Betriebe aus und setzt sich für einen offenen Begegnungsort ein. Oberhausen richtete an sechs Standorten Quartiersbüros ein, um Senioren ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
Radevormwald befragt derzeit rund 3.000 ältere Menschen zu ihren Bedürfnissen. Das nächste Treffen der Bergischen Runde findet am 21. Mai 2026 statt. Der Bergische Seniorentag kehrt im April 2028 nach Wuppertal zurück – dann unter dem Motto "Prävention".
Die Diskussionen unterstrichen die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen den Kommunen. Initiativen wie der Generationentreff oder die Quartiersbüros zeigen konkrete Wege auf, um ältere Menschen zu unterstützen. Künftige Treffen und der Seniorentag 2028 werden diese Ansätze aufgreifen, um die Seniorenpolitik in der Region weiterzuentwickeln.






