07 June 2026, 00:22

Berlin plant Tausende neue Wohnungen am Tempelhofer Feld – ohne Grünflächen zu opfern

Stadtwerke streben nach Erweiterung des bestehenden Bestands

Berlin plant Tausende neue Wohnungen am Tempelhofer Feld – ohne Grünflächen zu opfern

Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner prüft Pläne für den Bau Tausender neuer Wohnungen am Rand des Tempelhofer Felds. Das Vorhaben soll die Wohnungsnot in der Stadt lindern, während der Großteil des historischen Flugfeldgeländes als offene Grünfläche erhalten bleibt. Bei einer Genehmigung könnten bis zu 21.400 Wohnungen zum Berliner Wohnungsbestand hinzukommen.

Das Tempelhofer-Feld-Gesetz schützt derzeit 200 Hektar des Geländes als Freifläche. Der neue Wohnungsbauvorschlag würde diese Vorgabe beibehalten und die Bebauung auf die äußeren Bereiche beschränken. Wegner hat bereits Zustimmung signalisiert und das Projekt als Kompromiss zwischen städtischer Entwicklung und Denkmalschutz beworben.

Unterdessen haben Berlins sieben landeseigene Wohnungsbaugesellschaften ehrgeizige Wachstumsziele gesteckt. Bis 2030 wollen sie 440.000 Wohnungen verwalten, bis 2035 sollen es fast 465.000 sein. Der Großteil des Zuwachses entsteht durch Neubauten, wobei auch der Ankauf bestehender Immobilien geprüft wird – sofern dies wirtschaftlich tragbar ist.

Insgesamt soll der Plan in den nächsten zehn Jahren 56.000 bezahlbare Wohnungen schaffen und damit etwa 120.000 Einwohnern ein Zuhause bieten. Im Fokus steht, die Mieten erschwinglich zu halten und gleichzeitig die steigende Nachfrage zu bedienen.

Das Tempelhofer-Feld-Projekt wäre eines der größten Wohnungsbauvorhaben Berlins in den letzten Jahren. Bei Umsetzung könnte es einen entscheidenden Beitrag zur langfristigen Wohnraumversorgung leisten, ohne die geschützte Grünfläche zu verkleinern. Die nächsten Schritte hängen von weiteren Prüfungen und der politischen Zustimmung ab.

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