BNM fordert radikale Wende zu vollelektrischer Energie- und Verkehrspolitik
Hans Jürgen ZobelBNM fordert radikale Wende zu vollelektrischer Energie- und Verkehrspolitik
Bundesverband Neue Mobilität (BNM) fordert vollelektrische Energie- und Verkehrswende von der Bundesregierung
Der Bundesverband Neue Mobilität (BNM) hat die Bundesregierung aufgefordert, eine vollständig elektrifizierte Energie- und Mobilitätsstrategie zu verabschieden. Nach Ansicht des Verbands würde der Umstieg auf elektrische Lösungen Deutschlands Abhängigkeit von den schwankenden Weltmarktpreisen für Rohstoffe verringern. Der Appell erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Land weiterhin mit Energiekrisen kämpft und nach langfristiger Versorgungssicherheit strebt.
Thomas Mertens, Mitglied des technischen Vorstands des BNM, betonte, dass die Nutzung elektrischer Energie Deutschland vor unvorhersehbaren Preisschwankungen auf den Märkten für fossile Brennstoffe schützen würde. Der Verband verwies zudem darauf, wie die aktuelle Energiekrise die Stabilitätsvorteile erneuerbarer Energien und der Elektromobilität offengelegt habe.
Die Organisation drängt auf einen beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien und von Speicherkapazitäten. Sie setzt sich dafür ein, bestehende Vergünstigungen für Solarstrom und Batteriespeichersysteme beizubehalten und gleichzeitig die Rahmenbedingungen für selbst genutzten Strom zu verbessern. Gleichzeitig fordert der BNM das Ende der Subventionen für Hybridfahrzeuge und plädiert dafür, die Mobilitätspolitik ausschließlich auf batterieelektrische Antriebe auszurichten.
Rechtliche Anpassungen stehen ebenfalls auf der Agenda. Der Verband schlägt vor, Paragraf 14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) zu reformieren, um unnötige Hardwarekosten zu senken. Anja Quast, Geschäftsführerin des BNM, unterstrich die Notwendigkeit eines passenden rechtlichen Rahmens, um die Energiewende zu unterstützen.
Um den Wandel zu beschleunigen, spricht sich der BNM für eine dauerhafte Umweltprämie für Benzin- und Dieselfahrzeuge aus. Zudem fordert er ein Verbot von Neuanschaffungen verbrennungsmotorbetriebener Fahrzeuge im öffentlichen Sektor. Weitere Maßnahmen umfassen die Angleichung der Kosten für öffentliches und privates Laden sowie ein gesetzlich verankertes Recht von Mietern und Arbeitnehmern auf Ladeinfrastruktur.
Die Vorschläge des BNM zielen darauf ab, Strom zur Grundlage von Deutschlands wirtschaftlicher Stabilität, Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit zu machen. Der Verband besteht darauf, dass politisches Handeln – einschließlich Reformen und gezielter Anreize – mit einer voll elektrifizierten Zukunft in Einklang gebracht werden muss. Ohne diese Schritte könnte sich der Übergang zu sauberer Energie und Verkehr verzögern.






