Kein Investor: Auto-Zulieferer Boryszew stoppt Produktion - Boryszew schließt beide deutschen Werke bis Ende 2025 endgültig
Boryszew Kunststofftechnik stellt deutsche Werke bis Ende 2025 ein
Der wichtige Zulieferer für Fahrzeuginnenausstattungen, Boryszew Kunststofftechnik, wird seine beiden deutschen Standorte bis Ende 2025 schließen. Das Unternehmen, das zu seinen Hauptkunden die Volkswagen Group zählt, scheiterte daran, langfristige Verträge zu sichern. Die Belegschaften an beiden Standorten wurden nun offiziell über die Schließung informiert.
Der Insolvenzverwalter Silvio Höfer bestätigte die Entscheidung, die Produktion in den Werken Gardelegen und Idar-Oberstein bis Dezember einzustellen. Frühere Versuche, Investoren zu gewinnen, waren aufgrund der schwierigen Marktbedingungen in der deutschen Automobilbranche gescheitert. Trotz laufender Gespräche mit mehreren potenziellen Käufern kam es zu keiner nachhaltigen Einigung.
Am Standort Gardelegen sind 330 Mitarbeiter beschäftigt, in Idar-Oberstein arbeiten etwa 100 Menschen. Die Belegschaft wurde in dieser Woche über die Schließungspläne unterrichtet. Boryszew, einer der größten Automobilzulieferer in Sachsen-Anhalt, spezialisiert sich auf die Herstellung von Innenraumkomponenten für Fahrzeuge.
Auch während der schrittweisen Produktionsdrosselung sollen die Bemühungen um einen Investor fortgesetzt werden. Die Schwierigkeiten des Unternehmens spiegeln die größeren Herausforderungen der Branche wider, auch wenn konkrete Daten zu aktuellen Nachfragentrends nicht vorliegen.
Die Stilllegung markiert das Ende eines Zulieferers, der einst eine bedeutende Rolle in der deutschen Automobilindustrie spielte. Ohne neue Investitionen wird die Produktion in beiden Werken bis spät 2025 vollständig eingestellt. Die Beschäftigten stehen nun vor einer ungewissen Zukunft, während sich das Unternehmen vom Markt zurückzieht.






