Brandenburgs Schulen öffnen sich für Jugendoffiziere der Bundeswehr
Albertine StollBrandenburgs Schulen öffnen sich für Jugendoffiziere der Bundeswehr
Das Bildungsministerium Brandenburgs und die Bundeswehr haben eine neue Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel des Abkommens ist es, Jugendoffiziere als externe Referentinnen und Referenten in die Klassenzimmer zu holen. Die Schulen entscheiden selbst, ob sie diese im Rahmen des bestehenden Lehrplans einladen.
Die Vereinbarung schafft einen verbindlichen Rahmen für die langfristige Zusammenarbeit zwischen Schulen und den Streitkräften. Die Jugendoffiziere sollen als Gesprächspartner zu Themen wie deutscher Außenpolitik, Krisenmanagement und nationaler Sicherheit fungieren. Dabei müssen sie sich am Beutelsbacher Konsens orientieren, der Indoktrination verbietet und eine ausgewogene Darstellung verlangt.
Oberst Nikolas Scholtka, Kommandeur des Landeskommandos Brandenburg, unterstützt die Initiative. Er betont, dass es entscheidend sei, Sicherheitspolitik aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Zudem solle das Abkommen das kritische Denken der Schülerinnen und Schüler fördern und ihr Verständnis für staatliche Verantwortung stärken.
Die BSW-Fraktion im Landtag übt scharfe Kritik an der Vereinbarung. Sie bezeichnet die Zusammenarbeit als „institutionalisierte Kriegspropaganda“ im Klassenzimmer und fordert deren sofortige Aussetzung.
Die Teilnahme am Programm bleibt für die Schulen freiwillig. Sie behalten die volle Entscheidungshoheit darüber, ob sie Jugendoffiziere einladen. Über die Zukunft des Abkommens wird entscheiden, wie Schulen und politische Gruppen in den kommenden Wochen darauf reagieren.






