Brandenburgs Spargelbauern kämpfen mit steigenden Kosten und schrumpfenden Feldern
Lissi StiebitzBrandenburgs Spargelbauern kämpfen mit steigenden Kosten und schrumpfenden Feldern
Offizielle Eröffnung der Spargelsaison in Brandenburgs größtem Anbaugebiet bei Beelitz
Die Spargelsaison in Brandenburgs wichtigstem Anbaugebiet nahe Beelitz hat offiziell begonnen. Landwirte ernteten die ersten frischen Stangen kurz vor Ostern – pünktlich zur starken Nachfrage der Kunden. Doch steigende Kosten und schrumpfende Anbauflächen setzen die regionalen Produzenten unter Druck.
Seit Jahren nehmen Brandenburgs Spargelfelder an Fläche ab. Allein zwischen 2024 und 2025 verringerte sich die bewirtschaftete Fläche um etwa 160 Hektar auf nunmehr 3.400 Hektar. Noch vor dem Rückgang waren es rund 4.026 Hektar gewesen. Der Gartenbauverband Brandenburg führt die Entwicklung vor allem auf höhere Löhne für Erntehelfer und allgemeine wirtschaftliche Belastungen zurück.
In dieser Saison sehen sich die Landwirte noch größeren Herausforderungen gegenüber: Der Konflikt im Iran hat die Dieselpreise in die Höhe getrieben und damit die Produktionskosten erhöht. Zudem belastet die jüngste Erhöhung des Mindestlohns die Lohnkosten. Trotz dieser Hindernisse blicken die Erzeuger optimistisch auf eine ertragreiche Ernte.
Zu Saisonbeginn liegt der Preis für Spargel bei 15 bis 18 Euro pro Kilogramm. Mit zunehmender Verfügbarkeit werden die Preise voraussichtlich sinken und sich in den kommenden Wochen bei 10 bis 12 Euro pro Kilogramm einpendeln. Supermärkte drücken jedoch weiterhin auf niedrigere Preise, was es den Landwirten erschwert, ihre gestiegenen Kosten zu decken.
Agrarministerin Hanka Mittelstädt betont die Bedeutung der Förderung regionaler Produkte. Sie verweist darauf, dass Verbraucher aufgrund geopolitischer Spannungen und steigender Energiepreise – die sich auch auf die Lebensmittelkosten auswirken – zögern.
Die Spargelsaison 2025 startet mit hoher Nachfrage, doch die finanziellen Belastungen für die Landwirte sind beträchtlich. Produktionskosten steigen durch Spritpreise, Löhne und Marktdruck. Zwar könnten die Preise im Saisonverlauf nachgeben, doch der langfristige Trend schrumpfender Anbauflächen deutet auf anhaltende Herausforderungen für Brandenburgs Spargelbauern hin.






