08 April 2026, 06:21

Brandts Witwe attackiert SPD: "Versteht die Arbeiter nicht mehr"

Deutsches Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa mit Text zur Parteipropaganda.

Brandts Witwe attackiert SPD: "Versteht die Arbeiter nicht mehr"

Brigitte Seebacher, die Witwe des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt, hat ihre ehemalige Partei, die SPD, scharf kritisiert. In jüngsten Äußerungen warf sie der Partei vor, den Kontakt zu ihrer traditionellen Wählerschaft verloren zu haben und die Interessen der Arbeitnehmer nicht mehr zu vertreten.

Seebacher war 1995 aus der SPD ausgetreten, da sie die Veränderungen in der Programmatik und Ausrichtung der Partei nicht mehr mittragen wollte. Nun behauptet sie, die SPD habe kaum noch etwas zu bieten – abgesehen von Verweisen auf ihre eigene Vergangenheit und der Unterstützung von Sozialhilfeempfängern. Zwar gebe es den klassischen Arbeiterwähler möglicherweise nicht mehr in der alten Form, doch die Menschen, die einst das Kernklientel der Partei bildeten, seien nach wie vor da.

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Besonders deutlich wurde ihre Kritik am scheidenden Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer, dessen vegane Ernährungsweise sie als Zeichen für die Entfremdung von den Sorgen der einfachen Bürger bezeichnete. Mit Blick auf die Zukunft der SPD stellte Seebacher fest, dass keine politische Partei für die Ewigkeit gemacht sei.

Für die kommende Regierungsbildung in Rheinland-Pfalz riet Seebacher dem Wahlsieger, sich gut zu überlegen, ob er eine Koalition mit der SPD eingehen solle. Stattdessen schlug sie vor, die CDU könnte mit der AfD besser harmonieren. Ihr zentraler Vorwurf blieb unmissverständlich: Die SPD-Führung verstehe die Menschen, die sie zu vertreten beanspruche, längst nicht mehr.

Seebachers Kritik unterstreicht die wachsende Kluft zwischen der SPD und ihrer historischen Basis. Ihre Aussagen werfen zudem Fragen nach möglichen Verschiebungen im politischen Kräftefeld auf. Die Partei steht nun unter Druck, ihre Ausrichtung zu überdenken und den Anschluss an die Wählerschaft zurückzugewinnen.

Quelle