Brantner wirbt um ehemalige FDP-Wähler für liberale Demokratie
Franziska Brantner, Co-Vorsitzende der Grünen, hat ehemalige FDP-Wähler aufgerufen, sich hinter die liberale Demokratie zu stellen. Ihr Appell kommt zu einer Zeit, in der sich die Parteilandschaft in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz verschiebt – in beiden Bundesländern ist die FDP nicht mehr in den Landtagen vertreten.
Die jüngste Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026 brachte deutliche Veränderungen: Die Grünen verloren zwei Sitze und kommen nun auf 56 Mandate, während die CDU 14 Sitze hinzugewann und ebenfalls auf 56 kommt. Die AfD legte stark zu und erreichte 35 Sitze (plus 18), die SPD fiel auf 10 Mandate. FDP und Linke verfehlten den Einzug in den Landtag, sodass nur noch vier Parteien vertreten sind: CDU, Grüne, SPD und AfD. In Rheinland-Pfalz liegen keine aktuellen Wahlergebnisse vor, daher bleibt die bisherige Sitzverteilung bestehen.
Brantners Aufruf erinnert an eine ähnliche Initiative des früheren Grünen-Chefs Cem Özdemir, der ebenfalls ehemalige FDP-Anhänger ansprechen wollte. Sie argumentiert, dass der Liberalismus in beiden Landesparlamenten derzeit geschwächt sei. Ihre Botschaft betont die Bedeutung eines Systems, in dem Bürger Verantwortung übernehmen und der Staat nicht jeden Lebensbereich dominiert.
Mit der gezielten Ansprache ehemaliger FDP-Wähler will Brantner die Unterstützung für eine politische Kultur stärken, die auf persönlicher Freiheit und begrenzter staatlicher Kontrolle basiert. Die Grünen werben nun aktiv um Wähler, die einst die FDP gewählt haben. Da die Liberalen in beiden Landtagen nicht mehr vertreten sind, unterstreicht Brantners Initiative eine Verschiebung der politischen Bündnisse. Das Ergebnis könnte die Vertretung liberaldemokratischer Werte in diesen Regionen neu prägen.






