05 May 2026, 02:27

Breite Mehrheit will Vermögensabgabe für Topverdiener in Deutschland

Detailierte alte Karte von Polle, Deutschland, mit einem Fluss, Straße, Gebäude und anderen Merkmalen.

Breite Mehrheit will Vermögensabgabe für Topverdiener in Deutschland

Breite Unterstützung für geplante Vermögensabgabe auf Spitzenverdiener in Deutschland

Eine vorgeschlagene Vermögensabgabe für die höchsten Einkommensbezieher in Deutschland stößt auf breite Zustimmung in der Bevölkerung. Aktuelle Umfragen zeigen starke Unterstützung quer durch Parteien, Regionen und Einkommensschichten. Selbst einige konservative Politiker zeigen sich mittlerweile aufgeschlossen für die Idee.

Laut der Erhebung halten 76 Prozent der Befragten es für angemessen, Personen mit einem Jahreseinkommen von über 300.000 Euro stärker zu besteuern. Die Zustimmung erstreckt sich über alle politischen Lager: Während 95 Prozent der Wähler der Grünen dafür sind, unterstützen 38 Prozent der AfD-Anhänger die Pläne. Unter den Sympathisanten von CDU und CSU befürworten 73 Prozent die Abgabe, bei den SPD-Wählern liegt die Zustimmung sogar bei 89 Prozent.

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Gegenwind gibt es kaum: Nur 22 Prozent lehnen den Vorschlag ab, 2 Prozent sind unentschieden. Auch regional ist die Unterstützung groß, mit ähnlichen Zustimmungswerten in Ost- und Westdeutschland. Selbst in Haushalten mit höheren Einkommen – ab 4.000 Euro monatlich – befürworten 74 Prozent die Steuererhöhung für Topverdiener.

Die Debatte kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Ampel-Koalition nach Wegen sucht, die Haushaltslage zu entlasten. Die SPD setzt sich seit Langem für eine Anhebung des Spitzensteuersatzes ein, was die Union bisher blockierte. Doch jüngste Äußerungen des CSU-Vorsitzenden Markus Söder deuten auf einen Wandel hin. Im ARD-Format Arena bezeichnete er eine Vermögenssteuer als „kein Tabu“ für ihn – auch wenn er weiterhin am Plan festhält, den Solidaritätszuschlag abzuschaffen, eine Steuerentlastung, von der vor allem Besserverdiener profitieren.

Angesichts der breiten Popularität des Vorhabens könnte der Druck auf die Politiker wachsen, ihre Haltung zu Steuererhöhungen für Spitzenverdiener zu überdenken. Mit zunehmender Haushaltsnot werden die Diskussionen über Umverteilungsmaßnahmen voraussichtlich an Fahrt aufnehmen. Der SPD-Vorschlag für höhere Abgaben stößt nun auf weniger Widerstand aus Teilen der Union.

Quelle