Bundesnetzagentur entwarnt: Gasversorgung trotz langsamer Speicherfüllung gesichert
Hans Jürgen ZobelBundesnetzagentur entwarnt: Gasversorgung trotz langsamer Speicherfüllung gesichert
Deutschlands Gasspeicherstände steigen um drei Prozentpunkte in zwei Wochen
Die Bundesnetzagentur hat nun Bedenken hinsichtlich der aktuellen Füllstände zurückgewiesen und diese als unbegründet bezeichnet. Agenturpräsident Klaus Müller betonte, es gebe keinen Anlass zur Sorge über die Gasversorgung des Landes.
Kritiker hatten infrage gestellt, ob die deutschen Gasreserven vor dem Winter zu niedrig seien. Müller räumte zwar ein, dass die Öffentlichkeit eine vollständige Befüllung der Speicher bis Mitte Mai bevorzugen würde, hielt dies jedoch weder für praktisch umsetzbar noch für kosteneffizient. Er verwies darauf, dass die vier deutschen Flüssiggas-Terminals (LNG) an Nord- und Ostsee im vergangenen Winter eine entscheidende Rolle für die Versorgungssicherheit gespielt hätten.
Der Behördenchef hob zudem hervor, dass die großen unterirdischen Kavernenspeicher in Deutschland bei Bedarf innerhalb von 30 Tagen aufgefüllt werden könnten. Müller relativierte die intensive Fokussierung auf die Speicherstände in den Jahren 2022 und 2023 und erklärte, diese Dringlichkeit bestehe nicht mehr. Gleichzeitig erinnerte er die Marktteilnehmer daran, dass sie weiterhin für die Versorgungssicherheit verantwortlich seien.
Müllers Aussagen zielen darauf ab, Sorgen über die deutsche Gasvorsorge zu zerstreuen. Die bestehende LNG-Infrastruktur und die schnellen Befüllungsmöglichkeiten böten Flexibilität beim Management der Reserven. Während die Speicherstände weiter steigen, sieht die Behörde derzeit keine unmittelbare Gefahr für die Versorgungsstabilität.






