28 April 2026, 20:50

Bundesregierung führt Zuckersteuer auf Limonaden und Cola ab 2025 ein

Alte deutsche Banknote mit einer Fabriklustration und Text, Zahlen und Bilder von Gebäuden, Bäumen und Rauch.

Bundesregierung führt Zuckersteuer auf Limonaden und Cola ab 2025 ein

Die deutsche Bundesregierung plant die Einführung einer Zuckerabgabe auf gezuckerte Getränke ab dem kommenden Jahr. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Vorhabens, um das Haushaltsdefizit zu verringern und die Belastung der Krankenkassen zu mindern. Ein Ausschuss hat die Steuer empfohlen, obwohl die CDU sie zuvor abgelehnt hatte.

Ein Sondergremium schlug eine gestaffelte Abgabe auf zuckerhaltige Getränke vor, darunter Cola und Limonaden. Diese Empfehlung ist eine von 66 Maßnahmen, die darauf abzielen, die Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherungen zu entlasten. Großbritannien führte eine ähnliche Abgabe bereits 2018 ein, die allein im vergangenen Jahr 377 Millionen Euro einbrachte.

Die regierende Koalition aus SPD und CDU unterstützt die Zuckersteuer nunmehr – obwohl die CDU den Vorschlag noch auf ihrem Parteitag im Februar abgelehnt hatte. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil plant, durch die Reformen insgesamt 20 Milliarden Euro einzusparen. Weitere geplante Änderungen umfassen eine Kunststoffsteuer, höhere Abgaben auf Tabak und Alkohol sowie Kürzungen bei staatlichen Subventionen.

Die Regierung hat die Finanzierungslücke bereits um mehr als die Hälfte reduziert und auf unter 30 Milliarden Euro gedrückt. Zwar ist das Haushaltsdefizit für 2027 geschlossen, für das Folgejahr bleibt jedoch noch eine Deckungslücke bestehen.

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Die Zuckerabgabe soll 2025 im Rahmen weitergehender steuerpolitischer Reformen in Kraft treten. Zusammen mit anderen Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen zielen die Maßnahmen darauf ab, die öffentlichen Finanzen zu stabilisieren. Die Behörden werden nun die letzten Details vor der Umsetzung ausarbeiten.

Quelle