22 March 2026, 16:22

Caritas fordert Pflicht für klimafreundliche Heizungen in Mietwohnungen

Ein hoher Wohnblock mit zahlreichen Fenstern, Balkonen, Geländern und Klimaanlagen, umgeben von dichter Vegetation.

Caritas fordert Pflicht für klimafreundliche Heizungen in Mietwohnungen

Die Caritas hat die Bundesregierung aufgefordert, klimafreundliche Heizsysteme in Mietwohnungen vorzuschreiben. Die Wohlfahrtsorganisation argumentiert, dass moderne, auf erneuerbaren Energien basierende Anlagen die Kosten für Mieter senken und gleichzeitig das Klima schützen würden. Steigende Energiepreise belasten einkommensschwache Haushalte besonders stark, da diese bereits jetzt einen größeren Teil ihres Einkommens für Heizkosten aufbringen müssen als besser verdienende Familien.

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Der Appell erfolgt vor dem Hintergrund des siebten Armuts- und Reichtumsberichts Deutschlands, der die ungleiche Verteilung der Energiekosten aufzeigt. Geringverdiener tragen demnach eine deutlich höhere finanzielle Last durch Heizkosten als Haushalte mit höherem Einkommen. Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa betonte, dass ein Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme langfristig für stabile Preise sorgen und die Abhängigkeit von den schwankenden Ölmärkten verringern würde.

Nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) müssen neue Heizungen in ausgewiesenen Gebieten ab 2026 mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen. In anderen Regionen gelten gestaffelte Vorgaben (15 Prozent bis 2029, 30 Prozent bis 2035, 60 Prozent bis 2040), abhängig von den kommunalen Wärmeplänen. Bisher hat jedoch kein Bundesland oder keine Kommune strengere Nachrüstpflichten eingeführt. Aktuelle Daten, wie viele Mietobjekte bereits klimafreundliche Heizsysteme nutzen, liegen nicht vor.

Die Caritas fordert zudem eine stärkere Unterstützung für finanziell benachteiligte Haushalte. Vorschläge umfassen den Ausbau von Energieberatungsangeboten und Reformen bei den Sozialleistungen. Die Organisation ist überzeugt, dass solche Maßnahmen Mietern helfen würden, die steigenden Kosten zu bewältigen, und gleichzeitig den Umstieg auf nachhaltige Heizsysteme beschleunigen.

Der Wechsel zu erneuerbaren Heiztechnologien könnte nicht nur die Nebenkosten senken, sondern auch die Abhängigkeit von importiertem Öl verringern. Die Caritas drängt auf gesetzliche Änderungen, um sicherzustellen, dass Vermieter auf umweltfreundlichere Systeme umstellen. Ohne weitere Schritte werden einkommensschwache Mieter weiterhin überproportional hohe Energieausgaben tragen müssen.

Quelle