Chaos beim 1. Mai in Berlin: Warum die Kreuzberger Demo fast stillstand
Berliner „Revolutionärer 1. Mai“: Demonstration in Kreuzberg kommt nur langsam voran
Die jährliche Revolutionäre Maidemonstration am 1. Mai in Berlin geriet ins Stocken, als Zehntausende Feiernde die Straßen von Kreuzberg füllten. Fast 50.000 Menschen versammelten sich zum Tag der Arbeit und sorgten für ein chaotisches Gedränge, das den Demonstrationszug nahezu zum Stillstand brachte. Die Behörden meldeten bis zum Mittag keine größeren Zwischenfälle – die Veranstaltung verlief bisher friedlich.
Die Kundgebung begann mit großer Beteiligung, doch schon bald kam der Marsch nur noch langsam voran. Während die Spitze des Zuges Neukölln erreichte, steckte das Ende noch auf der Oranienstraße in Kreuzberg fest. Dadurch wurde die Demonstration in zwei Teile gespalten, sodass einige Teilnehmer bis zu einer halben Stunde warten mussten, bevor sie weiterziehen konnten.
Die Polizei beobachtete die Lage genau, doch es gab keine Auseinandersetzungen. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) bestätigte, dass trotz des Gedranges alles ruhig blieb. Unterdessen teilte die Kommunistische Liga auf X mit, dass einige Blöcke wegen der großen Menge an Feiernden in der Gegend kaum vorankämen.
Am Abend wuchs die Unsicherheit, ob die Demonstranten ihr geplantes Ziel, den Südstern in Kreuzberg, überhaupt erreichen würden. Später sperrte die Polizei zudem den Zugang zum Görlitzer Park, was die Situation weiter erschwerte. Mehrere U-Bahn-Stationen wurden umgangen, und zahlreiche Straßen in Kreuzberg wurden für den Verkehr gesperrt, was die Fortbewegung zusätzlich behinderte.
Die Demonstration kam nicht wie geplant voran – die großen Menschenmassen und Straßensperren führten zu einer Zersplitterung des Zuges. Zwar gab es keine Gewalt, doch das chaotische Treiben verhinderte, dass viele Teilnehmer ihre geplante Route erreichen konnten. Die Behörden blieben mit starkem Aufgebot präsent und sorgten dafür, dass die Lage bis zum Abend unter Kontrolle blieb.






