29 March 2026, 00:23

CSU bleibt trotz Verluste stärkste Kraft in Bayern – doch die AfD holt auf

Deutsches Propagandaplakat der NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa mit Text zur Parteipropaganda.

CSU bleibt trotz Verluste stärkste Kraft in Bayern – doch die AfD holt auf

Die CSU hat bei den Kommunalwahlen 2024 ihre Position als führende Kraft in Bayern behauptet, wenn auch mit leichten Verlusten. Mit 32,5 Prozent der Stimmen – ein Rückgang um zwei Prozentpunkte gegenüber 2020 – konnte die Partei ihre Dominanz in ländlichen Hochburgen halten, büßte jedoch in den Großstädten an Zustimmung ein. Unterdessen hat Alexander Hoffmann, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Bundestag, seine Kritik an den Grünen verschärft und deren Politik als Gefahr für Demokratie und Wirtschaft bezeichnet.

Die Wahlergebnisse zeigten deutliche regionale Unterschiede. In ländlichen Kreisen und Kleinstädten setzte sich die CSU klar durch und gewann Bürgermeisterwahlen teils mit überwältigenden Ergebnissen – etwa mit 95,2 Prozent in Dillingen. In Metropolen wie München, Augsburg und Regensburg musste die Partei jedoch spürbare Einbußen hinnehmen. Gleichzeitig legte die rechtspopulistische AfD zu und erreichte 12,2 Prozent der Stimmen.

Hoffmann wies die Darstellung zurück, die Grünen hätten in Baden-Württemberg einen echten Sieg errungen, wo Cem Özdemir die Landesführung übernahm. Er argumentierte, Özdemirs Erfolg sei vor allem darauf zurückzuführen, dass er sich von der Bundespolitik seiner Partei distanziere – nicht auf breite Unterstützung für die Grünen. In München betonte Hoffmann, die eigentliche Schlagzeile sei der Verlust des amtierenden Oberbürgermeisters gewesen, nicht ein Grünenschub.

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In der Sachpolitik verteidigte Hoffmann die Ablehnung der CSU gegenüber der Umweltagenda der Grünen. Er warf der Partei Populismus im Bundestag vor und warnte, ihr Einfluss in der Ampelkoalition – insbesondere unter Wirtschaftsminister Robert Habeck – untergrabe die wirtschaftliche Stabilität Deutschlands. Gleichzeitig hob er den Trend zu Wärmepumpen als wachsende Entwicklung hervor, die unabhängig von grüner Politik stattfinde.

Hoffmann unterstützte zudem den jüngsten Kompromiss zwischen Union und SPD beim Heizungsgesetz. Die Einigung, so Hoffmann, garantiere den Bürgern Freiheit bei der Wahl ihrer Heizsysteme – im Gegensatz zu dem, was er als restriktiven Ansatz der Grünen bezeichnete.

Die CSU bleibt zwar die stärkste Partei Bayerns, steht aber in urbanen Räumen und durch die Konkurrenz der AfD vor Herausforderungen. Hoffmanns Äußerungen deuten auf keine Entspannung im Konflikt mit den Grünen hin, deren Politik er weiterhin als Bedrohung für wirtschaftliche und demokratische Stabilität darstellt. Die neue Heizungsvereinbarung mit der SPD unterstreicht unterdessen den Koalitionskurs, der auf Wahlfreiheit statt auf Vorgaben setzt.

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