Dax stürzt unter 25.000 Punkte – was steckt hinter dem Crash?
Dax bricht am Dienstag stark ein und fällt unter 25.000 Punkte
Am Dienstag erlebte der deutsche Leitindex Dax einen deutlichen Rückgang und rutschte erstmals seit einigen Handelstagen unter die Marke von 25.000 Punkten. Gegen Mittag notierte der Index bei etwa 24.885 Zählern – ein Minus von 1,0 Prozent im Vergleich zum Schlusskurs des Vortags. Schwache Unternehmenszahlen und allgemeine wirtschaftliche Sorgen belasteten die Stimmung an den Märkten.
Technisch verschlechterte sich die Lage weiter, nachdem der Index die 25.000-Punkte-Marke nicht halten konnte. Enttäuschende Quartalsergebnisse des Chemiehandelskonzerns Brenntag sowie schwächere Einkaufsmanagerdaten aus Deutschland verstärkten den Abwärtsdruck. Wie der Marktanalyst Andreas Lipkow von CMC Markets erklärte, trugen auch die nachlassenden Spannungen im Nahen Osten sowie ein Ausverkauf bei Technologieaktien maßgeblich zum Rückgang bei.
Unter den Einzelwerten zählten SAP, Deutsche Telekom und Qiagen zu den größten Gewinnern. Dagegen befanden sich Infineon, Hochtief und Siemens Energy am unteren Ende der Skala. Am breiten Markt gaben zudem die Ölpreise nach: Die Nordsee-Sorte Brent verbilligte sich bis mittags mitteleuropäischer Zeit um 0,7 Prozent auf 77,39 Dollar pro Barrel.
Unterdessen setzten sich die deutlichen Verluste bei SpaceX fort – die Aktie stürzte um 35 Prozent von ihrem Höchststand nach dem Börsengang ab. Damit verlor das Unternehmen rund 600 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung. An den Devisenmärkten gab der Euro leicht gegenüber dem Dollar nach und wurde mittags zu 1,1411 Dollar gehandelt.
Der Dax beendete die Sitzung im Minus und spiegelte damit die allgemeine Nervosität an den Märkten wider. Die Ölpreise blieben unter Druck, während der Euro sich in der Nähe seiner Tagestiefs stabilisierte. Dass der Index die 25.000-Punkte-Marke nicht halten konnte, deutet auf eine kurzfristige Bärenphase hin.






