Deutsche Bahn droht mit massiven Verspätungen ohne Milliardenhilfe bis 2030
Albertine StollDeutsche Bahn droht mit massiven Verspätungen ohne Milliardenhilfe bis 2030
Die Deutsche Bahn warnt vor zunehmenden Verspätungen, falls sie nicht zusätzliche staatliche Mittel erhält. Vorstandschefin Evelyn Palla fordert Milliardeninvestitionen, um zu verhindern, dass die Pünktlichkeit bis 2030 unter 60 Prozent fällt. Das Unternehmen gibt an, dass die aktuellen Fördergelder nicht ausreichen, um die gesetzten Ziele zu erreichen.
Der Bahnkonzern beziffert das Finanzierungsdefizit bis zum Ende des Jahrzehnts auf mindestens 13 Milliarden Euro. Diese Summe sei notwendig, um das vom Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder vorgegebene Pünktlichkeitsziel von 70 Prozent zu erreichen. Ohne die zusätzlichen Mittel rechnet die Deutsche Bahn mit einem deutlichen Leistungsabfall.
Pallas Forderung ist Teil umfassender Bemühungen, das Streckennetz zu stabilisieren. Mit denselben 13 Milliarden Euro könnte das Unternehmen die Pünktlichkeit um weitere fünf Prozentpunkte steigern. Zudem würden die Mittel helfen, weitere Vorhaben aus der Bahnagenda der Bundesregierung umzusetzen.
Die Warnung unterstreicht die Kluft zwischen den aktuellen Haushaltsplänen und den betrieblichen Erfordernissen der Deutschen Bahn. Sollten keine zusätzlichen Gelder fließen, müssen Fahrgäste bis 2030 mit noch mehr Verspätungen rechnen. Das Unternehmen betont, dass die Investitionen unverzichtbar seien, um die Zuverlässigkeit des Service zu erhalten und zu verbessern.






