Deutsche Wirtschaft bricht ein: Prognosen stürzen auf Rekordtief ab
Lissi StiebitzDeutsche Wirtschaft bricht ein: Prognosen stürzen auf Rekordtief ab
Führende deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen für das Land drastisch nach unten korrigiert. Der aktuelle Bericht, der am kommenden Mittwoch, den 24. Mai, erscheinen soll, zeichnet ein weitaus düstereres Bild als erwartet. Experten sagen nun einen deutlichen Konjunktureinbruch voraus, angetrieben durch globale Spannungen und steigende Energiekosten.
Noch vor sechs Monaten hatten die Institute – darunter das RWI Essen, das DIW Berlin und das Ifo Institut München – ein Wirtschaftswachstum von 1,3 % für 2023 und 1,4 % für 2024 prognostiziert. In ihrem neuen Bericht senken sie die Schätzung für 2023 auf nur noch 0,6 %. Für 2024 fällt die Prognose sogar noch schlechter aus: Hier wird ein Rückgang um 0,2 % erwartet.
Die Abwertung erfolgt vor dem Hintergrund des Krieges im Iran, der die Märkte durcheinanderbringt und die Öl- und Gaspreise in die Höhe treibt. Diese Belastungen wirken sich schwer auf die deutsche Wirtschaft aus.
Für die kommenden Jahre erwarten die Institute nur eine bescheidene Erholung. Das Wachstum für 2027 wird auf etwa 1 % prognostiziert – ein Zeichen für anhaltende Schwäche der Konjunktur.
Die revidierten Zahlen markieren einen steilen Abstieg von der früheren Zuversicht. Angesichts hoher Energiekosten und anhaltender geopolitischer Risiken bleibt die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands ungewiss. Der vollständige Bericht wird am 24. Mai veröffentlicht.






