10 May 2026, 06:20

Deutschland sucht nach Raketen-Alternativen nach Tomahawk-Stopp durch Trump

Eine Gruppe von Männern in roten Uniformen und Helmen steht zusammen, einer hält eine Rakete, im Hintergrund ist ein Flugzeug zu sehen.

Deutschland sucht nach Raketen-Alternativen nach Tomahawk-Stopp durch Trump

Deutsche Verteidigungsverantwortliche drängen auf schnellere Raketenentwicklung nach Streichung der Tomahawk-Stationierung in Deutschland

Der Vorstoß erfolgt nach der Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, eine unter der Biden-Regierung beschlossene Stationierung der Langstreckenraketen in Deutschland rückgängig zu machen. Politiker aus SPD und Union fordern nun von Verteidigungsminister Boris Pistorius zügig eine alternative Lösung.

Die Tomahawk-Marschflugkörper sollten ursprünglich als Übergangslösung dienen, während Europa an eigenen präzisionsgelenkten Langstreckenwaffen arbeitet. Ihre Absage hinterlässt laut Experten eine Lücke in der Abschreckungsfähigkeit. Kritiker bemängeln, die Bundeswehr baue ihre Verteidigungskapazitäten zu langsam aus – mit Sorgen um die künftige Sicherheit.

Siemtje Möller, stellvertretende SPD-Vorsitzende, pocht auf rasche Fortschritte bei der europäischen Raketenproduktion. Sie verweist auf Deutschlands bestehende industrielle und technologische Stärken und schlägt eine Zusammenarbeit mit der Ukraine vor – insbesondere bei der Entwicklung der ukrainischen FP-5-Flamingo-Marschflugkörper. Thomas Erndl, verteidigungspolitischer Sprecher der CSU, verlangt von Pistorius einen „Aktionsplan 2029“, um ohne Verzögerung eine glaubwürdige Abschreckungshaltung zu erreichen.

Erndl betont zudem, man müsse neue Ansätze prüfen, etwa Beiträge junger deutscher Unternehmen, die auf Marschflugkörper-Technologie spezialisiert sind. Sowohl Möller als auch Erndl sind sich einig: Europa muss seine Anstrengungen beschleunigen, um eine längerfristige Verwundbarkeit in der Sicherheitsstrategie zu vermeiden.

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Die Absage der Tomahawk-Stationierung zwingt Deutschland, seine Herangehensweise an Langstreckenraketen neu zu überdenken. Die Verantwortlichen setzen nun auf nationale und europäische Lösungen – inklusive möglicher Partnerschaften mit der Ukraine. Der Druck auf schnellere Entwicklungen unterstreicht die Dringlichkeit, die Abschreckungslücke noch vor 2029 zu schließen.

Quelle