05 June 2026, 11:48

Deutschland verpasst Frist für EU-Lohntransparenz – was jetzt passiert

EU-Gehaltstransparenzrichtlinie: 'Das Bauchgefühl bei Gehältern wird in Zukunft rechtlich riskant werden'

Deutschland verpasst Frist für EU-Lohntransparenz – was jetzt passiert

Deutschland hat die Frist zur Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie verpasst. Das Gesetz hätte eigentlich bis zum 7. Juni in Kraft treten sollen, doch es sind noch weitere Abstimmungen erforderlich. Das Bundesfamilienministerium bestätigte die Verzögerung bei der Finalisierung der notwendigen Gesetzgebung.

Die EU-Lohntransparenzrichtlinie zielt darauf ab, Lohnungleichheiten offenzulegen, indem Unternehmen verpflichtet werden, Gehaltsinformationen zu veröffentlichen. Deutschland war – wie alle Mitgliedstaaten – rechtlich verpflichtet, die Regelungen bis Anfang Juni umzusetzen.

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Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat zwar Vorbereitungen für das Gesetzgebungsverfahren eingeleitet, doch räumen Beamte ein, dass weitere Beratungen nötig sind, bevor die Richtlinie vollständig umgesetzt werden kann.

Unterdessen untersucht die Journalistin Franziska Martin weiterhin arbeitsmarktpolitische Themen, darunter die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz (KI) auf die Arbeitswelt. Vor ihrer aktuellen Tätigkeit arbeitete sie als Redakteurin im Technologie-Ressort des Manager Magazins, wo sie die KI-Branche eingehend begleitete. In ihren Reportagen beleuchtet sie auch die gesamtgesellschaftlichen Folgen des technologischen Wandels für die Beschäftigung.

Durch die verpasste Frist muss Deutschland nun die Anstrengungen zur Einhaltung der EU-Richtlinie beschleunigen. Unternehmen werden voraussichtlich Verzögerungen bei der Erfüllung der neuen Transparenzvorgaben hinnehmen müssen. Ein überarbeiteter Zeitplan, wann das Gesetz in Kraft tritt, steht bisher noch aus.

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