24 May 2026, 08:21

"Die Reise nach Reims" begeistert mit vokaler Brillanz und spektakulärer Bühnenshow

"Il viaggio a Reims" in Salzburg: Eine komplett übertriebene, turbulente Revue

"Die Reise nach Reims" begeistert mit vokaler Brillanz und spektakulärer Bühnenshow

Eine mitreißende Aufführung von Die Reise nach Reims brachte das Publikum zum Jubeln

Die Opera buffa, die anlässlich der Krönung von König Karl X. im Jahr 1825 entstanden ist, begeisterte mit vokaler Brillanz und theatralischem Glanz. In der fiktiven Kulisse des Hotels Goldene Lilie inszeniert, vereinte die Produktion musikalische Feuerwerke mit atemberaubenden körperlichen Kunststücken.

Die anspruchsvolle Partitur des Werks verlangt 14 Sänger:innen, die mit unermüdlicher Energie und Präzision glänzten. Auf der Bühne knallten Pistolen, während eine Harfe spektakulär in Flammen aufging. Das Ensemble meisterte zudem akrobatische Einlagen mit perfektem Timing.

Cecilia Bartoli entfachte als Dichterin Corinna ein Feuerwerk an Koloraturen, ihre Stimme durchdrang mühelos selbst die komplexesten Läufe. Tara Erraught begeisterte als Madame Cortese mit verspieltem Jodeln, das Lachen und Applaus hervorrief. Marina Viotti verlieh der Gräfin Melibea Wärme und Eleganz, während Mélissa Petit als Gräfin di Folleville funkelte.

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Unter den männlichen Sängern stieg Edgardo Rochas lyrischer Tenor als Belfiore in schwungvolle Höhen, seine Phrasierung fließend und ausdrucksstark. Dmitry Korchak bewältigte als Graf Libenskof atemberaubende Höhenlagen mit furchtloser Agilität und ließ das Publikum sprachlos zurück.

Die Vorstellung endete mit minutenlangem Stehapplaus. Die Verbindung aus sängerischer Meisterleistung, körperlichem Wagemut und opulenter Inszenierung festigte den Ruf des Werks als absolutes Glanzstück. Diese Produktion bewies einmal mehr, warum Die Reise nach Reims ein strahlendes Schaufenster für operntaugliche Spitzenleistungen bleibt.

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