16 April 2026, 18:24

Drei Brüder führen den elterlichen Hof gemeinsam – ein ungewöhnliches Modell

Altes Buch mit dem Titel "Journal d'Agriculture Pratique" und einer Farm-Illustration auf dem Cover und sichtbarem Text.

Drei Brüder führen den elterlichen Hof gemeinsam – ein ungewöhnliches Modell

Drei Brüder in Niedersachsen übernehmen den elterlichen Hof in einer seltenen gemeinsamen Initiative. Lasse, Malte und Jan Ole Oestmann werden den Betrieb künftig gemeinsam führen – und teilen sich sowohl die Arbeit als auch die Verantwortung. Ihr Ansatz ist ungewöhnlich in einer Branche, in der Einzelübernahmen deutlich häufiger sind.

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Der Oestmannsche Familienbetrieb in Rethen bewirtschaftet 650 Hektar Ackerland, hält 5.000 Mastschweine und betreibt eine 1,8-Megawatt-Biogasanlage. Statt dass ein Bruder die Führung übernimmt, werden alle drei den Hof gleichberechtigt leiten.

Jeder der Brüder hat einen zentralen Bereich übernommen. Diese Arbeitsteilung stellt sicher, dass jeder Teil des Betriebs – vom Ackerbau bis zur Energieerzeugung – gezielte Aufmerksamkeit erhält. Ihr Modell bricht mit der Tradition, bei der in der Regel ein Erbe die volle Kontrolle übernimmt.

Die Entscheidung der Brüder spiegelt einen wachsenden Trend zu geteilter Führung in der Landwirtschaft wider. Dennoch bleiben solche Arrangements in der Branche selten, wo individuelle Hofübergaben noch immer die Norm sind.

Die Oestmanns leiten nun einen groß angelegten Betrieb mit Ackerbau, Viehzucht und erneuerbaren Energien. Ihr auf Teamarbeit basierender Ansatz könnte Familienbetrieben vor Erbfragen einen neuen Weg aufzeigen. Die Zukunft des Hofs wird davon abhängen, wie gut sich ihr gemeinsames Führungsmodell in der Praxis bewährt.

Quelle