DUH fordert radikale Maßnahmen: Tempolimits und autofreie Sonntage gegen Spritverbrauch
Hans Jürgen ZobelDUH fordert radikale Maßnahmen: Tempolimits und autofreie Sonntage gegen Spritverbrauch
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat zwei mutige Vorschläge vorgelegt, um den Kraftstoffverbrauch in ganz Deutschland zu senken. Einer sieht strenge Tempolimits auf Autobahnen und Landstraßen vor, der andere die Einführung autofreier Sonntage, um das Erleben öffentlicher Räume neu zu gestalten.
Die Organisation argumentiert, dass diese Maßnahmen sofortige Vorteile bringen würden – und das ohne hohe Kosten oder langwierige Diskussionen. Die DUH fordert ein Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen und 80 km/h auf Landstraßen. Nach ihren Berechnungen ließen sich so jährlich bis zu 4,7 Milliarden Liter Benzin und Diesel einsparen. Die Umwelthilfe bezeichnet Tempolimits als eine einfache, schnelle und nahezu kostenneutrale Lösung, die endlose Streitigkeiten über Ausnahmen vermeidet.
Der zweite Vorschlag zielt auf autofreie Sonntage ab. Zwar wäre die Kraftstoffersparnis hier gering, doch die Organisation ist überzeugt, dass solche Tage das Bewusstsein dafür schärfen würden, wie sehr der Straßenverkehr den Alltag prägt. Zudem böten vorübergehend autofreie Zonen seltene Gelegenheiten, öffentliche Räume auf neue Weise zu nutzen und miteinander in Kontakt zu treten.
Die DUH hat deutlich gemacht, dass sie dem Tempolimit-Vorhaben Priorität einräumt. Dies sei der effektivere Weg, um den Kraftstoffverbrauch schnell und effizient zu reduzieren. Ziel der Initiativen ist es, den Spritverbrauch zu drosseln und gleichzeitig das Mobilitätsverhalten der Menschen zu hinterfragen. Während Tempolimits spürbare Einsparungen ohne große Investitionen oder Verzögerungen ermöglichen würden, könnten autofreie Sonntage daran erinnern, wie viel Platz Autos im öffentlichen Raum einnehmen. Nun bleibt abzuwarten, ob die Politik einen der Vorschläge aufgreift.






