Düsseldorfer Flughafen testet ferngesteuerte Shuttle-Dienste ab Mai 2026
Jan StahrDüsseldorfer Flughafen testet ferngesteuerte Shuttle-Dienste ab Mai 2026
Feldversuch für ferngesteuerte Shuttle-Dienste startet bald am Düsseldorfer Flughafen
Ein neuer teleoperierter Shuttle-Service wird in Kürze am Flughafen Düsseldorf in die Testphase gehen. Das Pilotprojekt, geleitet von Rheinmetall, MIRA GmbH und der Rheinbahn AG, soll ferngesteuerte Fahrzeuge im realen Straßenverkehr erproben. Es ist Teil einer größeren Initiative zur Entwicklung flexibler, bedarfsgerechter Transportlösungen für Städte.
Die Maßnahme entstand im Rahmen des Forschungsprojekts PoQuaSIA, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird. Die Finanzierung erfolgte über das europäische 8bra-Programm, während Rheinmetall und MIRA die technische Umsetzung übernahmen. Ihre Lösung verbindet Cloud-Infrastruktur, eine IoT-Plattform und Echtzeit-Flottenmanagement, um die Shuttle ferngesteuert zu lenken.
Die Tests beginnen im Mai 2026 auf einer Strecke, die den Bahnhof des Flughafens mit dem EUREF-Campus und dem Hauptterminal verbindet. Während der Erprobungsphase wird aus Sicherheitsgründen ein Fahrassistent an Bord bleiben, um den Betrieb zu überwachen. Zu den Hauptzielen des Piloten zählen die Bewertung von Sicherheit, Systemzuverlässigkeit, Kosteneffizienz sowie die Skalierbarkeit des Dienstes.
Unterdessen verzeichnet die Rheinmetall-Aktie aktuell Rückgänge. Am Donnerstag fiel der Kurs um 4,3 Prozent von 1.490 auf 1.426 Euro. Innerhalb des letzten Monats hat das Unternehmen rund 15 Prozent seines Börsenwerts eingebüßt – trotz der Erwartung eines bedeutenden Rüstungsauftrags der Bundesregierung.
Das Projekt soll zeigen, ob teleoperierte Shuttle sich sicher und effizient im städtischen Raum einsetzen lassen. Die Ergebnisse könnten die Zukunft bedarfsgerechter Mobilitätsdienste prägen. Zudem könnte der Erfolg des Vorhabens Rheinmetalls weitere Automatisierungs- und Mobilitätsprojekte beeinflussen.






