19 March 2026, 20:23

Energiekrise in Deutschland: Ministerpräsident Lies warnt vor Gasmangel im Winter

Liniengraph, der die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Olaf Lies fordert Maßnahmen gegen hohe Energiepreise - Energiekrise in Deutschland: Ministerpräsident Lies warnt vor Gasmangel im Winter

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hat schwere Bedenken wegen der sich verschärfenden Energiekrise in Deutschland geäußert. Angesichts gefährlich niedriger Gasreserven und steigender Spritpreise drängt er auf rasches Handeln, um die Versorgung vor dem Winter zu sichern.

Die Gasspeicher in Deutschland sind derzeit nur zu 20 bis 22 Prozent gefüllt – deutlich weniger als die 44 Prozent zur gleichen Zeit im Vorjahr. Der hohe Verbrauch im Winter hat die Reserven aufgebraucht, und Experten warnen, dass ohne Gegenmaßnahmen die Versorgung im kommenden Winter gefährdet sein könnte. Lies betonte die Notwendigkeit klarer Regierungspläne zur Auffüllung der Speicher, auch wenn bisher keine offiziellen Ziele feststehen.

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Der Ministerpräsident forderte zudem eine Neuausrichtung der Energiepolitik. Er kritisierte die erneute Diskussion über Atomkraft als destabilisierend für das öffentliche Vertrauen und die Wirtschaft. Stattdessen sprach er sich für eine verstärkte heimische Gasförderung, insbesondere in der Nordsee, aus und drängte auf einen schnelleren Ausbau von LNG-Terminals. Ein drittes Terminal in Wilhelmshaven ist in Planung, das sowohl Erdgas als auch zukünftige klimafreundliche Brennstoffe abwickeln soll.

Die steigenden Spritpreise an den Tankstellen haben die Verärgerung in der Bevölkerung zusätzlich geschürt. Lies verlangte von den Mineralölkonzernen Maßnahmen zur Kostensenkung, räumte jedoch ein, dass die Spannungen mit dem Iran die Energiemärkte weiter belasten könnten. Er bestand darauf, dass die Bundesregierung sich auf alle Eventualitäten vorbereiten müsse, um schwerwiegendere Engpässe zu vermeiden.

Lies unterstrich auch die Bedeutung einer Diversifizierung der Gasimporte. Norwegen und die Niederlande bleiben zwar zentrale Lieferanten, doch warnte er, dass eine zu starke Abhängigkeit von wenigen Quellen Deutschland verwundbar mache. Der Ausbau der LNG-Kapazitäten und die Erschließung neuer Partnerschaften, so sein Argument, würden dazu beitragen, die Lage zu stabilisieren.

Die Energiekrise in Deutschland zeigt keine Anzeichen einer Entspannung. Niedrige Speicherstände und hohe Preise setzen Haushalte und Unternehmen gleichermaßen unter Druck. Mit seinen Forderungen nach heimischer Förderung, LNG-Ausbau und staatlicher Planung will Lies verhindern, dass sich die Knappheit des letzten Winters wiederholt. Die kommenden Monate werden zeigen, ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Versorgung zu sichern, bevor die Temperaturen wieder fallen.

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