09 May 2026, 18:24

Energiekrise trifft Zoos: Wer gibt Tiere ab, wer setzt auf Ökostrom?

Eintritt in einen Zoo markiert durch ein "Zoo"-Schild, mit saftigem Grün, hohen Bäumen, einem hellblauen Himmel, einem Pfahl im Vordergrund und einem Maschendrahtzaun im Hintergrund.

Energiekrise trifft Zoos: Wer gibt Tiere ab, wer setzt auf Ökostrom?

Steigende Energiekosten setzen Zoos und Wildparks in ganz Deutschland unter Druck. Einige Einrichtungen haben bereits Tiere abgegeben, um die Ausgaben zu senken, doch andere setzen auf erneuerbare Energien, um die finanzielle Belastung zu mildern. Die Lösungen reichen von Solaranlagen bis hin zu Biomasseheizungen – jede Einrichtung geht dabei ihren eigenen Weg.

Der Zoo Braunschweig schließt eine Verringerung seines Tierbestands trotz höherer Rechnungen aus. Stattdessen baut er seine Kapazitäten für grüne Energie aus: Eine zusätzliche Photovoltaikanlage mit 12 kW Leistung ergänzt die bestehende 80-kW-Anlage, und ein 10-kW-Batteriespeicher ist in Planung. Zudem nutzt der Zoo ein Mix aus Heizmethoden, darunter ein Blockheizkraftwerk, einen Holzvergaser und einen Pelletkessel.

Der Wildpark Essehof setzt hingegen auf ein Biomasse-Heizsystem und ist damit weitgehend autark. Die Energiekosten machen dort nur 6 bis 8 Prozent der Gesamtausgaben aus. Noch günstiger kommt der Wildpark Stöckheim davon: Hier schlagen die Energiekosten mit etwa 2,5 Prozent des Budgets zu Buche.

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Das Artenschutzzentrum Grasleben hat einen anderen Ansatz gewählt und Photovoltaikmodule installiert. Damit lassen sich die höheren Kosten für die Beheizung der Gehege wärmeliebender Arten besser bewältigen.

Während einige Zoos Tiere abgeben mussten, um die steigenden Kosten zu stemmen, investieren andere in erneuerbare Technologien. Solarstrom, Biomasseheizungen und Energiespeichersysteme werden zunehmend zu entscheidenden Werkzeugen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Die Maßnahmen sollen die Finanzen stabilisieren – ohne dabei Kompromisse bei der Tierhaltung einzugehen.

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