Erste LNG-Lieferungen aus dem Oman erreichen Deutschland pünktlich trotz Golf-Krise
Hans Jürgen ZobelErste LNG-Lieferungen aus dem Oman erreichen Deutschland pünktlich trotz Golf-Krise
Die ersten Lieferungen von verflüssigtem Erdgas (LNG) aus dem Oman sind planmäßig in Deutschland eingetroffen. Der deutsche Energiekonzern SEFE bestätigte die Anlieferungen, die einen wichtigen Schritt im Rahmen des langfristigen Versorgungsabkommens mit Oman LNG darstellen.
SEFE hatte 2023 einen Vierjahresvertrag mit Oman LNG abgeschlossen. Laut Vereinbarung wird das deutsche Unternehmen ab 2026 jährlich 0,58 Milliarden Kubikmeter LNG erhalten. Trotz der jüngsten iranischen Angriffe auf den Oman bleiben die Lieferungen davon unberührt.
Die geografische Lage des Omans östlich der Straße von Hormus hat das Land vor der anhaltenden Blockade geschützt. Während andere Golf-Exporteure wie Katar mit erheblichen Störungen zu kämpfen haben, bleiben die LNG-Routen des Omans offen. Viele europäische Energieunternehmen setzen nach wie vor stark auf kurzfristige Verträge – laut einer Studie der Boston Consulting Group (BCG) sind nur 72 Prozent des LNG-Bedarfs durch langfristige Abkommen gedeckt.
Die aktuelle Instabilität im Golf hat erhebliche LNG-Mengen vom Markt genommen. Angriffe und Blockaden haben wichtige Lieferanten getroffen, doch die Lieferungen des Omans an SEFE laufen weiterhin ohne Unterbrechung.
Die Ankunft des omanischen LNG stärkt die Versorgungssicherheit von SEFE noch vor dem offiziellen Start des Vertrags 2026. Angesichts der anhaltenden Spannungen im Golf bietet die strategische Lage des Omans und seine stabilen Exporte europäischen Abnehmern eine seltene verlässliche Bezugsquelle. Das Abkommen unterstreicht die Bemühungen, die Gasimporte angesichts der regionalen Instabilität breiter aufzustellen.






