24 March 2026, 08:23

Evonik erhöht Methioninpreise um 10 Prozent – Quartalszahlen am 8. Mai entscheidend

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, unterteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit Text, der die wirtschaftliche Erholung anzeigt.

Evonik erhöht Methioninpreise um 10 Prozent – Quartalszahlen am 8. Mai entscheidend

Evonik veröffentlicht Quartalszahlen am 8. Mai 2026 – Anleger gespannt

Am 8. Mai 2026 wird der Chemiekonzern Evonik seine Geschäftszahlen für das erste Quartal vorlegen – mit großer Aufmerksamkeit der Investoren. Bereits jetzt hat das Unternehmen mit einer Preiserhöhung von 10 Prozent für Methionin, einen zentralen Futtermittelzusatz, seine Aktie beflügelt. Der Schritt folgt auf Lieferengpässe, die durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten ausgelöst wurden.

Die Preisanpassung markiert eine Wende nach Jahren sinkender Methioninpreise und weckt Erwartungen an eine verbesserte Ertragslage.

Die Entscheidung, die Preise für das essenzielle Aminosäureprodukt um 10 Prozent anzuheben, fällt in eine Phase stetig wachsender Nachfrage. Im vergangenen Jahr stieg der globale Verbrauch um 3 bis 5 Prozent, angetrieben durch die steigende Viehzucht in Asien sowie eine stabile Nachfrage in Europa und Nordamerika. Zwar gab es in der Schweinebranche leichte Abschwächungen, da sich die Bestände nach der Afrikanischen Schweinepest erholen, insgesamt blieb das Wachstum jedoch positiv.

Durch die Preiserhöhung in Kombination mit stabilen Energiepreisen dürften sich die EBITDA-Margen in Evoniks Methionin-Sparte verbessern. Damit endet eine Phase des Preisdrucks, die das Unternehmen nun erfolgreich umgekehrt hat. Parallel hat Evonik eine PFAS-freie Anti-Graffiti-Lösung auf den Markt gebracht und so sein Portfolio an Spezialchemikalien an die verschärften Umweltauflagen in Europa und Nordamerika angepasst.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Finanziell bekräftigte Evonik seine EBITDA-Prognose für 2026 in Höhe von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) lag 2025 jedoch bei nur 6,1 Prozent – deutlich unter dem mittelfristigen Ziel von 11 Prozent. Der anstehende Quartalsbericht wird zeigen, wie weit das Unternehmen die Lücke schließen konnte und welchen Effekt die höheren Methioninpreise auf die Erträge haben.

Für Aktionäre setzte Evonik die Dividende für 2025 auf 1,00 Euro je Aktie fest. Ab 2026 gilt eine neue Ausschüttungsquote von 40 bis 60 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses. Das institutionelle Interesse bleibt hoch: Erst kürzlich meldete Goldman Sachs eine Stimmrechtsmitteilung zu seinen Evonik-Beteiligungen.

Die Zahlen für das erste Quartal werden aufzeigen, wie sich die Preispolitik und Kosteneffizienzmaßnahmen auf die finanzielle Performance auswirken. Mit der neuen Dividendenstrategie und dem Fokus auf die ROCE-Steigerung will Evonik seine Position im Bereich Spezialchemie weiter stärken. Wie der Markt auf diese Weichenstellungen reagiert, wird sich nach der Veröffentlichung am 8. Mai zeigen.

Quelle