EZB veröffentlicht Klimabericht: CO₂-Fußabdruck sinkt – doch neue Ziele stehen an
Hans Jürgen ZobelEZB veröffentlicht Klimabericht: CO₂-Fußabdruck sinkt – doch neue Ziele stehen an
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren vierten Bericht zu klimabezogenen Finanzoffenlegungen veröffentlicht. Die Unterlagen zeigen den CO₂-Fußabdruck und die Klimarisiken in zentralen Portfolios auf, darunter Vermögenswerte der Geldpolitik, Devisenreserven sowie nicht-geldpolitische Bestände.
Im Jahr 2025 sanken die mit den geldpolitischen Portfolios des Eurosystems und den Devisenreserven der EZB verbundenen CO₂-Emissionen in absoluten Zahlen weiter. Das Eurosystem bleibt damit auf Kurs, um seine Zwischenziele zur Reduzierung der Emissionen bei Unternehmensanleihen, die für geldpolitische Zwecke gehalten werden, zu erreichen.
Bei den nicht-geldpolitischen Portfolios der EZB zeigten sich stetige Fortschritte bei der Verringerung des CO₂-Fußabdrucks und dem Ausbau von Investitionen in grüne Anleihen. Ein neues Ziel sieht vor, den Anteil grüner Anleihen im Eigenmittelportfolio bis 2026 auf 35 Prozent zu erhöhen.
Erstmals veröffentlichte die EZB inflationsbereinigte Emissionskennzahlen, um ein klareres Bild der tatsächlichen Dekarbonisierung im Zeitverlauf zu vermitteln. Zudem erweiterte sie ihren Fokus auf naturbezogene Risiken und berichtete über die Exposition gegenüber Sektoren mit erheblichen Abhängigkeiten von oder Auswirkungen auf die Natur. Geplant ist, die naturbezogenen Offenlegungen auszubauen, sobald Datenlage und Berichtsstandards verbessert werden.
Die aktuellen Offenlegungen deuten darauf hin, dass die Klimaberichterstattung in eine strengere Phase eintritt. Die EZB wird künftig tiefere Analysen zu Emissionsreduktionen verlangen und weiterhin die Entwicklungen bei naturbezogenen Daten überwachen. Dies unterstreicht das wachsende Engagement für Transparenz und ökologische Verantwortung in der Finanzberichterstattung.






