21 March 2026, 18:24

FDP will Schulreform und Migration vor Landtagswahl neu gestalten

Eingang zur Unbefleckten Empfängnis Pfarrschule mit einem Bogen mit Text, umgeben von Gebäuden, Grünflächen, Fahrzeugen und Menschen unter einem sichtbaren Himmel.

FDP will Haupt- und Realschule wieder einführen - FDP will Schulreform und Migration vor Landtagswahl neu gestalten

Die Freie Demokratische Partei (FDP) in Mecklenburg-Vorpommern hat vor der Landtagswahl am 20. September ihr bildungspolitisches Programm vorgestellt. Die Vorschläge umfassen tiefgreifende Änderungen der Schulstrukturen und der Einwanderungsregeln, während die Partei darum kämpft, in den Umfragen wieder an Zuspruch zu gewinnen.

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FDP-Bundesvorsitzender Christian Dürr präsentierte die Pläne als ein "radikales Alternativkonzept" zur aktuellen politischen Ausrichtung Deutschlands und forderte eine Neuausrichtung in der Bildungs- und Migrationspolitik.

Der Landesverband der FDP will die Regionale Schule abschaffen und das traditionelle dreigliedrige Schulsystem wieder einführen. Damit würden Hauptschule und Realschule als eigenständige Schulformen für Schülerinnen und Schüler zurückkehren. Förderschulen blieben bestehen, der Religionsunterricht würde jedoch durch ein neutrales Fach ersetzt, das alle Glaubensrichtungen abdeckt.

Auf Bundesebene setzte sich Dürr für strengere Sprachvorgaben an Schulen ein. Er schlug vor, zwei Jahre vor der Einschulung verbindliche Deutschtests einzuführen, um sicherzustellen, dass Kinder mit ausreichenden Sprachkenntnissen starten. In der Migrationspolitik forderte er erleichterte Zulassungsregeln für Fachkräfte und kritisierte, dass die aktuellen Vorschriften das Wirtschaftswachstum behinderten.

Innerhalb der Partei wird auch über die Führung diskutiert. Ein Antrag für den Parteitag im Mai sieht eine Neuwahl des Bundesvorstands vor – ein mögliches Indiz für anstehende personelle Veränderungen an der Spitze. Gleichzeitig betonte Jakob Schirmer, Spitzenkandidat der FDP in Mecklenburg-Vorpommern, dass die Freiheit im Mittelpunkt des Wahlkampfs stehen müsse.

Die Partei steht vor der Herausforderung, wieder in den Landtag einzuziehen. Aktuelle Umfragen sehen sie unter der Fünf-Prozent-Hürde, die für den Einzug notwendig ist. Damit stellt sich die Frage, ob es der FDP gelingt, ihre programmatischen Vorschläge in Wahlerfolge umzumünzen.

Mit ihren Plänen zu Bildung und Migration setzt die FDP klare Schwerpunkte für die Septemberwahl. Sollten die Reformen umgesetzt werden, würden sie die Schulstrukturen und die Zulassungsregeln für Arbeitskräfte im Land grundlegend verändern. Ob die Partei damit jedoch die Wende in den Umfragen schafft, bleibt angesichts der aktuellen Werte ungewiss.

Quelle