Fürther Nachwuchskicker retten Wald – und schaffen Lebensraum für Amphibien
Albertine StollFürther Nachwuchskicker retten Wald – und schaffen Lebensraum für Amphibien
Nachwuchsfußballer der SpVgg Greuther Fürth engagieren sich in Renaturierungsprojekt
Junge Fußballer der SpVgg Greuther Fürth haben an einem Naturschutzprojekt zur Wiederherstellung eines geschädigten Waldgebiets mitgewirkt. Die vom LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern) initiierte Aktion konzentrierte sich auf die Verbesserung des Wasserhaushalts und die Schaffung von Lebensräumen für Wildtiere im Langenzennner Spitalwald. Die Spieler installierten Holzkonstruktionen, um den Wasserfluss zu verlangsamen und die lokale Artenvielfalt zu fördern.
Zu Beginn des Projekts führte der LBV die Jugendmannschaften durch den Spitalwald, ein Waldgebiet mit erheblichen Entwässerungsproblemen. Gemeinsam brachten die Teilnehmer Holzpfähle und Faschinen – gebündelte Äste – in einem ausgetrockneten Graben an. Diese Strukturen bremsen das abfließende Wasser, reduzieren Erosion und speichern Feuchtigkeit nach starken Regenfällen.
Neben dem Hochwasserschutz schaffen die Faschinen kleine, feuchte Biotope, die als „Trittsteine“ für Amphibien dienen. Dadurch werden isolierte Lebensräume verbunden, was Fröschen, Kröten und anderen Arten die Wanderung erleichtert. Die Maßnahme ist Teil des Langenzennner Gewässer-Biotopverbunds, der vom Bayerischen Naturschutzfonds gefördert wird.
Helmut Beran, Geschäftsführer des LBV, betonte die Parallelen zwischen Sport und Umweltschutz: „Teamgeist auf dem Platz lässt sich hervorragend auf Naturschutzprojekte übertragen.“ Das Engagement festigt zudem die Zusammenarbeit zwischen dem LBV und der SpVgg Greuther Fürth, die sich gemeinsam für Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Engagement einsetzen.
Der renaturierte Graben speichert nun Wasser effizienter – ein Gewinn für den Hochwasserschutz und die Tierwelt. Amphibien finden sichere Wege durch den Wald, während die biologische Vielfalt der Region gestärkt wird. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie Sportvereine und Naturschutzorganisationen Hand in Hand ökologische Veränderungen bewirken können.






