19 June 2026, 22:16

Geflohener Mörder nach 24 Stunden in Italien wieder gefasst

Flucht löst Fragen aus: Mörder bekommt Tagesausgang - Wie kann das sein?

Geflohener Mörder nach 24 Stunden in Italien wieder gefasst

Ein wegen Mordes verurteilter Straftäter, Benjamin F., ist aus dem Gefängnis Celle in Peine (Niedersachsen) geflohen. Weniger als einen Tag später wurde er in Italien nach einem Verkehrsunfall wieder gefasst. Der Vorfall wirft Fragen zu den Hafturlaubsregelungen der Justizvollzugsanstalt auf.

Benjamin F. verbüßte eine lebenslange Freiheitsstrafe, hatte jedoch die Mindesthaftdauer von acht Jahren erreicht, die für unbegleitete Aktivitäten oder kurzfristigen Hafturlaub Voraussetzung ist. Nach Paragraf 13 des Niedersächsischen Justizvollzugsgesetzes können Gefangene unter bestimmten Bedingungen Freigang erhalten, sofern eine Verhaltensprognose das Risiko von Flucht oder Rückfall als gering einstuft. Zuvor hatte er bereits 38 begleitete Ausgänge ohne Zwischenfälle absolviert.

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Während seiner Flucht besuchte er seine Mutter in Vöhrum mit seinem eigenen Motorrad, das in Braunschweig zugelassen war. Seine Freiheit endete mit einem Unfall in der Region Venetien in Norditalien, wo er etwa 24 Stunden nach seiner Flucht von den Behörden festgenommen wurde.

Die Flucht hat bei der CDU-Landtagsfraktion in Niedersachsen Besorgnis ausgelöst. Der Fall rückt die Bedingungen in den Fokus, unter denen langjährige Häftlinge Anspruch auf Lockerungen des Vollzugs haben. Benjamin F. befindet sich mittlerweile wieder in Haft, nachdem er sich kurzzeitig in Freiheit befand.

Quelle