18 April 2026, 12:25

Georg Restle attackiert AfD und ARD: "Medien normalisieren Extremismus"

Schwarzer Hintergrund mit dem Text "Demokratische Presse: Eine Wochenzeitung" auf einem Blatt Papier.

Georg Restle attackiert AfD und ARD: "Medien normalisieren Extremismus"

ARD-Moderator Georg Restle kritisiert scharf die AfD und die politische Berichterstattung seines eigenen Arbeitgebers. In jüngsten Stellungnahmen warf er der Partei Verbindungen zum Extremismus vor und warnte zugleich, dass redaktionelle Entscheidungen der ARD die demokratische Debatte schwächen könnten. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit anhaltender Kontroversen über die mediale Auseinandersetzung mit der AfD und Veränderungen bei investigativen Formaten.

Restle verurteilte auch die Kürzung der Sendezeit für seine Sendung Monitor als Fehlentscheidung mit weitreichenden Folgen.

Die AfD, so Restle, beziehe ihren Einfluss aus der gewaltbereiten rechtsextremen Szene auf der Straße. Er bestehe darauf, dass die Ideologie der Partei nicht mit demokratischen Positionen gleichgesetzt werden dürfe, da sie eine Gefahr für die verfassungsmäßige Ordnung Deutschlands darstelle. Diese Haltung erstrecke sich auch auf die Wahlberichterstattung: So verweigerte er dem AfD-Politiker Björn Höcke eine gleichberechtigte Plattform im Vergleich zu anderen Politikern.

Innerhalb der ARD beklagte Restle eine wachsende Zurückhaltung unter Kollegen, die AfD kritisch zu hinterfragen. Er behauptete, dass Befürworter einer Normalisierung der Berichterstattung über die Partei an Einfluss gewonnen hätten, während kritische Journalisten auf internen Widerstand stießen. Seine Aussagen folgten auf die Entscheidung des Senders, die Sendezeit von Monitor zu kürzen – ein Schritt, den er als groben Fehler bezeichnete, der den öffentlich-rechtlichen Journalismus untergraben könnte.

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Über die AfD hinaus warnte Restle, dass die ARD mit ihrem Fokus auf Sparmaßnahmen und Effizienz ihre Kernaufgabe aus den Augen zu verlieren drohe. Eine bloße Abbildung globalen Chaos ohne Einordnung, so der Moderator, schüre lediglich öffentliche Ängste. Zudem wies er Vorwürfe zurück, es gebe ideologische Gräben innerhalb der AfD: Zwischen den Lagern um Höcke und der Co-Vorsitzenden Alice Weidel bestünden kaum Unterschiede.

Restles Kritik unterstreicht die Spannungen darüber, wie öffentlich-rechtliche Sender mit der AfD umgehen sollten. Seine Weigerung, Höcke eine Bühne zu bieten, sowie seine Warnungen vor der Entwicklung der ARD deuten auf tiefgreifendere Bedenken hinsichtlich der Medienverantwortung hin. Der Streit entzündet sich vor dem Hintergrund, dass die AfD nach wie vor eine polarisierende Kraft in der deutschen Politik bleibt – und ihre Darstellung in Medien wie der ARD zunehmend unter die Lupe genommen wird.

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