16 April 2026, 08:22

GKV 2024: Defizite drohen – wie die Sparkommission die Kassen retten will

Offenes Buch mit handgeschriebenem Text auf altem Papier, das Wasserzeichen enthält.

GKV 2024: Defizite drohen – wie die Sparkommission die Kassen retten will

Gesetzliche Krankenversicherung steht 2024 vor steigenden Defiziten – Sparkommission legt Vorschläge vor

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in Deutschland sieht sich 2024 mit wachsenden Haushaltsdefiziten konfrontiert, die die finanziellen Belastungen des Vorjahres noch übertreffen. Eine Expertenkommission soll nun Kostensenkungsmaßnahmen vorschlagen, um die Finanzierung zu stabilisieren – ohne die Sozialabgaben zu erhöhen.

Ein zentraler Vorschlag sieht vor, den Herstellerrabatt auf Medikamente von derzeit 7 auf 12 Prozent anzuheben. Diese Anpassung könnte jährlich Einsparungen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro bringen. Zudem wird diskutiert, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent auf Hilfsmittel auszuweiten, was zusätzliche 750 Millionen Euro pro Jahr freisetzen würde.

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Noch weitreichender wäre eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel von 19 auf 7 Prozent – dies würde schätzungsweise 6 bis 7 Milliarden Euro jährlich sparen. Unterdessen fordert Anne-Kathrin Klemm, Vorsitzende des BKK-Dachverbandes, die Wiedereinführung von Budgetobergrenzen für Hausärzte. Damit ließen sich zwischen 500 Millionen und 1 Milliarde Euro pro Jahr einsparen. Zudem schlug sie vor, Gebührenobergrenzen für Kinder- und Jugendärzte einzuführen, was weitere 300 Millionen Euro jährlich bringen könnte.

Die Ampelkoalition steht unter Druck, die wirtschaftliche Lage zu verbessern, die Belastungen für Arbeitgeber zu verringern und die Nettoeinkommen der Beschäftigten zu stärken. Die Empfehlungen der Kommission sollen am Montag vorgestellt werden. Falls umgesetzt, könnten die Maßnahmen die finanzielle Schieflage der Krankenkassen mildern – ohne dass die Sozialversicherungsbeiträge weiter steigen müssten. Im Fokus stehen vor allem Kostensenkungen bei Medikamenten, Hilfsmitteln und Arztgebühren, um den Haushalt 2024 auszugleichen.

Quelle