Greuther Fürths bitterer Abstieg: 30 Jahre Tradition enden mit 1:2 gegen Hertha BSC
Lissi StiebitzGreuther Fürths bitterer Abstieg: 30 Jahre Tradition enden mit 1:2 gegen Hertha BSC
SpVgg Greuther Fürth steht vor dem direkten Abstieg in die dritte Liga nach einer vernichtenden 1:2-Niederlage gegen Hertha BSC. Die Pleite bedeutet für den Verein, der nun auf dem vorletzten Platz der 2. Bundesliga steht, das vorläufige Ende einer fast 30-jährigen Zugehörigkeit zu den beiden höchsten Spielklassen Deutschlands. Die letzte Chance auf den Klassenerhalt liegt nun im abschließenden Spiel gegen Fortuna Düsseldorf.
Mit einer minimalen theoretischen Chance, den direkten Abstieg noch abzuwenden, ging Fürth in die Partie. Die Aufgabe schien leichter zu werden, als Herthas Josip Brekalo in der 32. Minute mit Rot vom Platz flog – die Gastgeber mussten fast 60 Minuten in Unterzahl spielen. Doch trotz des personellen Vorteils gelang es den Fürthern nicht, diese Überzahl entscheidend zu nutzen.
Hertha BSC ging durch den 16-jährigen Kennet Eichhorn in Führung, der mit seinem Tor zum jüngsten Torschützen der 2. Bundesliga-Geschichte wurde. Michael Cuisance machte den Sieg in der 84. Minute mit einem kraftvollen Distanzschuss perfekt. Noël Futkeu gelang zwar in der 88. Minute noch der Anschlusstreffer für Fürth, doch die Niederlage war nicht mehr abzuwenden.
Mit der Niederlage liegt Fürth nun zwei Punkte hinter Arminia Bielefeld, das aktuell den Relegationsplatz belegt. Düsseldorf und Eintracht Braunschweig haben bereits drei Punkte Vorsprung – bei deutlich besserer Tordifferenz. Ohne einen Sieg im letzten Spiel endet Fürths lange Ära in den beiden höchsten deutschen Ligen.
Die Mannschaft muss nun im letzten Spiel gegen Fortuna Düsseldorf gewinnen, um überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Selbst ein Sieg könnte jedoch nicht ausreichen, da andere Ergebnisse mitspielen müssten. Nach 27 Jahren in Bundesliga oder 2. Bundesliga steht die Zukunft des Vereins auf dem Spiel.






