Großeinsatz an Müngstener Brücke: Drei Personen lösen Bahn-Chaos aus
Hans Jürgen ZobelGroßeinsatz an Müngstener Brücke: Drei Personen lösen Bahn-Chaos aus
Am Sonntag, dem 8. März, wurden gegen Mittag drei Personen in der Nähe der Müngstener Brücke gesichtet. Ihr unbefugter Aufenthalt auf den Gleisanlagen löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus und führte zu einer fast einstündigen Unterbrechung des Zugverkehrs.
Gegen 12:05 Uhr hatten Augenzeugen zwei Erwachsene und ein Kind im Gleisbereich nahe der Brücke beobachtet. Die Behörden sperrten die Strecke daraufhin zwischen 12:09 und 12:50 Uhr, was zu Verspätungen für Reisende führte.
Der Vorfall erforderte ein schnelles Eingreifen der Einsatzkräfte. Die Feuerwehr Solingen setzte Fahrzeuge und Personal ein, wobei Kosten in Höhe von etwa 656 Euro entstanden. Die Bundespolizei wiederum gab 99,60 Euro für den Einsatz aus und leitete ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die beiden Erwachsenen wegen unbefugten Betretens der Gleisanlagen ein.
Die Stadt Solingen hat inzwischen einen offiziellen Kostenbescheid nach dem Brandschutzgesetz Nordrhein-Westfalens erlassen. Die Polizei Wuppertal forderte zudem je Schuldner 118,50 Euro ein; der Fall befindet sich derzeit in der Anhörungsphase. Die Stadt Remscheid prüft noch, ob weitere Kosten geltend gemacht werden, hat jedoch keinen Zeitrahmen für eine Entscheidung genannt.
Der Zwischenfall beeinträchtigte den Bahnverkehr erheblich und band erhebliche Ressourcen mehrerer Behörden. Die zuständigen Stellen ermitteln weiterhin die Möglichkeiten einer Kostenrückerstattung und weisen zugleich auf die Gefahren hin, die von unbefugtem Zutritt zu Bahnanlagen ausgehen.






