10 June 2026, 20:22

Grüne prüfen Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus

"Totalitarismus-Tendenzen": Konservative Christen verteidigen sich gegen Grünen-Anfrage

Grüne prüfen Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus

Die Grünen haben eine Kleine Anfrage im Bundestag eingereicht, um mutmaßliche Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und rechtsextremen Strömungen in Deutschland zu untersuchen. Im Fokus stehen Personen, Organisationen und digitale Inhalte, die als Förderer extremistischer Verknüpfungen wahrgenommen werden. Öffentlich-rechtliche Sender wie ARD und ZDF haben bereits Dokumentationen ausgestrahlt, in denen konservative Christen in kritischem Licht dargestellt werden.

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In ihrer schriftlichen Anfrage fordert die grüne Fraktion die Bundesregierung auf, Erkenntnisse über christlich-fundamentalistische Gruppen mit Extremismusbezug offenzulegen. Zudem soll geprüft werden, ob es Verbindungen zwischen christlich-fundamentalistischen Influencern und rechtsextremen Parteien oder Akteuren gibt. Darüber hinaus schlagen die Grünen politische Maßnahmen vor, um digitale Inhalte zu löschen, die mit christlich motiviertem politischem Extremismus in Verbindung stehen.

Die Anfrage nennt mehrere Personen und Gruppierungen, darunter eine Sekte aus Pforzheim, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Auch bekannte Vertreter aus dem konservativen Freikirchen-Milieu Deutschlands werden erwähnt. Organisationen wie die Alliance Defending Freedom International und der Bundesverband Lebensrecht werden als potenziell mit dem Rechtsextremismus verknüpft dargestellt.

Kritiker reagieren scharf auf die Initiative. Alexandra Linder, Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, bezeichnet sie als Versuch, künstliche Verbindungen herzustellen und lebensschützende Akteure sowie Christen in der Politik zu diskreditieren. Leonard Jäger, eine führende Persönlichkeit der Freikirchen, argumentiert, die Anfrage ziele darauf ab, christlich-konservative Positionen moralisch zu delegitimieren, statt eine sachliche Debatte zu fördern. Der konservative reformierte Pastor Tobias Riemenschneider sieht darin einen Versuch, lang etablierte christliche Überzeugungen zu stigmatisieren und zu kriminalisieren.

Die parlamentarische Anfrage hat eine Kontroverse über ihre Absicht und mögliche Folgen ausgelöst. Das mediale Interesse an angeblichen Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Extremismus in Deutschland nimmt weiter zu. Die Bundesregierung hat auf die Forderungen der Grünen nach Offenlegung und Maßnahmen bisher noch nicht reagiert.

Quelle