16 April 2026, 08:21

Handwerksbetriebe im Kreis Steinfurt ächzen unter Kosten und neuen Regeln

Offenes Buch mit dem Titel "Mechanic Institution, for the Advantage of Masters, Journeymen, and Apprenticeships", wahrscheinlich ein Vorschlag zur Gründung einer mechanischen Institution.

Handwerksbetriebe im Kreis Steinfurt ächzen unter Kosten und neuen Regeln

Handwerksbetriebe im Kreis Steinfurt kämpfen mit steigenden Kosten und neuen Vorschriften

Die lokalen Handwerksbetriebe im Kreis Steinfurt sehen sich wachsenden Herausforderungen durch steigende Kosten und regulatorische Änderungen gegenüber. Landrat Dr. Martin Sommer empfing kürzlich Vertreter der Innungen zum jährlichen Austausch, um diese drängenden Probleme zu erörtern. Thematisiert wurden dabei unter anderem die Energiepreise sowie neue Vergaberegeln, die ab 2026 in Kraft treten sollen.

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Beim Treffen im Kreishaus kamen Führungskräfte der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf zusammen. Lieferkettenprobleme und zögerliche Investitionen belasten die Betriebe zusätzlich. Die Teilnehmer wiesen zudem auf die Auswirkungen explodierender Energiekosten hin, die in Zusammenhang mit den Spannungen im Iran stehen und die Wettbewerbsfähigkeit des Handwerks beeinträchtigen.

Ein zentraler Punkt der Diskussionen waren die neuen öffentlichen Vergaberegeln für Nordrhein-Westfalen, die am 1. Januar 2026 in Kraft treten. Die überarbeiteten Bestimmungen zielen darauf ab, Verfahren zu vereinfachen und Bürokratie abzubauen, um Unternehmen mehr Flexibilität zu bieten. Ein weiteres drängendes Thema war die Schwarzarbeit, die nach einhelliger Meinung faire Arbeitsbedingungen untergräbt und ehrliche Betriebe zusätzlich belastet.

Die Runde betonte zudem die Bedeutung einer starken Berufsausbildung, um junge Menschen für das Handwerk zu begeistern. Auch die Sicherung von Betriebsnachfolgen stand im Fokus – hier unterstützt der Kreis über die Kreishandwerkerschaft und die WESt (Wirtschafts- und Strukturentwicklungsgesellschaft Steinfurt) mit Beratungsangeboten zu Übergaben und Übernahmen, um die Kontinuität lokaler Unternehmen zu gewährleisten.

Das Treffen unterstrich die enge Zusammenarbeit zwischen Kreis und Handwerkskammer. Gemeinsam sollen die wirtschaftlichen Belastungen bewältigt werden. Die Betriebe bereiten sich nun auf die Vergabereform 2026 vor und setzen ihren Einsatz gegen Schwarzarbeit fort. Die Förderung von Ausbildung und Nachfolgeregelungen bleibt dabei eine Priorität, um die Stabilität des heimischen Handwerkssektors zu sichern.

Quelle