Haßelmann attackiert Scholz: "Kanzler ohne Plan für Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit"
Hans Jürgen ZobelHaßelmann attackiert Scholz: "Kanzler ohne Plan für Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit"
Britta Haßelmann, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, hat Bundeskanzler Olaf Scholz scharf für enttäuschte Erwartungen kritisiert. Sie warf der Regierung vor, weder einen klaren Plan für soziale Reformen noch für den Klimaschutz zu haben. Ihre Äußerungen fielen im Zuge eines Appells an die Verantwortlichen, endlich entschlossener zu handeln.
Haßelmann bemängelte, Scholz habe große Hoffnungen geweckt, diese aber nicht erfüllt. Seine Amtsführung verglich sie mit einem Fußballer, der zwar im Kader stehe, aber nie wirklich auf den Platz gehe. Auch die allgemeine Ausrichtung der Regierung kritisierte sie als unzureichend – vor allem mit Blick auf die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen.
Zudem bezog sie sich auf den Oppositionsführer Friedrich Merz, der Scholz einst als „Machtklempner“ bezeichnet hatte. Nun, so Haßelmann, scheitere der Kanzler selbst an diesem bescheidenen Maßstab. Gleichzeitig betonte sie, die Grünen forderten keinen vorzeitigen Bruch der Koalition.
Stattdessen unterstrich sie, ihre Partei sei bereit, Verantwortung zu übernehmen, um das Land voranzubringen. Die Grünen verlangten konkrete Fortschritte – insbesondere bei der Abkehr von fossilen Brennstoffen und bei spürbaren Verbesserungen für die Bürger:innen. Haßelmann verwies darauf, dass Merz’ Partei zwar über die finanziellen Mittel für Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz verfüge, diese aber nicht ausreichend nutze.
Mit ihren Aussagen setzte Haßelmann die Regierung unter Zugzwang, endlich konsequenter zu handeln. Sie forderte die Verantwortlichen auf, sich „zusammenzureißen und zu liefern“. Trotz wachsender Frustration mit der aktuellen Regierung bleibe man bei den Grünen entschlossen, weiter für Reformen zu kämpfen.






